Uherské Hradiště (Tschechien) - Jahrelang betreute er Mädchen- und Frauenteams, dann wurde er dabei erwischt, wie er heimlich in den Umkleiden und Duschen seiner Spielerinnen gefilmt hatte. Jetzt ist Petr Vlachovsky (42), ehemaliger Cheftrainer der tschechischen Erstliga-Frauenmannschaft 1. FC Slovacko, auf Lebenszeit gesperrt worden.
Wie die UEFA am Dienstag mitteilte, sei die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer (CEDB) zu dem Entschluss gekommen, dass Vlachovsky "lebenslang von jeglicher fußballbezogenen Tätigkeit auszuschließen" sei.
Bereits im Mai 2025 wurde der 42-Jährige, der fast 15 Jahre lang Mädchen- und Frauenteams betreut hatte und 2018 sogar als tschechischer Frauentrainer des Jahres für seine Arbeit bei Slovacko ausgezeichnet worden war, von einem tschechischen Gericht für schuldig gesprochen.
Wegen heimlicher Videoaufnahmen von Spielerinnen in Umkleiden und Duschen war der Tscheche zu einem Jahr Haftstrafe auf Bewährung sowie einem fünfjährigen Berufsverbot verurteilt worden.
Ihm wurde nachgewiesen, insgesamt vier Jahre lang 14 Spielerinnen ohne deren Wissen mit einer Kamera in einem Rucksack gefilmt zu haben, die jüngste Betroffene war erst 17 Jahre alt.
UEFA fordert weltweites Berufsverbot für Petr Vlachovsky
Diese Strafe war für die UEFA aber nicht ausreichend, weshalb die CEDB einschritt. Der europäische Verband forderte zudem die FIFA auf, das Berufsverbot für Vlachovsky global auszuweiten und wies den tschechischen Verband an, dem Coach die Trainerlizenz zu entziehen, falls das nicht bereits passiert sei.
Herausgekommen war der Skandal 2023, die Polizei hatte die verbotenen Aufnahmen im Internet entdeckt und Vlachovsky daraufhin festgenommen. Bei anschließenden Durchsuchungen wurden zudem Missbrauchsdarstellungen von Kindern bei dem 42-Jährigen gefunden.