Tuchel soll eigenen Spieler nicht erkannt haben: Neue Details zum Chelsea-Aus!

London - Für die meisten Außenstehenden glich der Rauswurf von Thomas Tuchel (49) beim FC Chelsea Anfang September vergangenen Jahres einem Paukenschlag. Doch offenbar hat es schon in den Wochen davor zwischen dem deutschen Coach und dem neuen "Blues"-Besitzer Todd Boehly (49) ordentlich rumort.

Nach etwa anderthalb durchaus erfolgreichen Jahren musste Thomas Tuchel (49) den FC Chelsea verlassen.
Nach etwa anderthalb durchaus erfolgreichen Jahren musste Thomas Tuchel (49) den FC Chelsea verlassen.  © ADRIAN DENNIS / AFP

Das geht aus einem Bericht der britischen Tageszeitung The Times hervor. Demnach führten Unstimmigkeiten in der Transferpolitik des Premier-League-Klubs bereits früh zu ersten Rissen in der Beziehung der beiden Chelsea-Verantwortlichen.

Tuchel habe sich nach den Abgängen von Antonio Rüdiger (29, Real Madrid) sowie Andreas Christensen (26, FC Barcelona) zunächst Verstärkungen für die Defensive gewünscht. Dieser Bitte kam Boehly mit den Verpflichtungen von Kalidou Koulibaly (31) und Wesley Fofana (22) auch nach.

Bei der Notwendigkeit von Transfers für das zentrale Mittelfeld sei es dann aber zum Streit gekommen. Der 49-jährige Krumbacher soll mit dem vorhandenen Spielermaterial um N'Golo Kanté (31), Mateo Kovacic (28), Jorginho (31), Ruben Loftus-Cheek (27) sowie Leih-Rückkehrer Conor Gallager (22) zufrieden gewesen sein.

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Der US-amerikanische Unternehmer sah das angeblich anders und holte am Deadline Day zusätzlich Denis Zakaria (26) nach Westlondon. Das Kuriose: Dem Bericht zufolge habe Tuchel den ehemaligen Gladbacher beim ersten Aufeinandertreffen nicht einmal erkannt.

Todd Boehly und der FC Chelsea gaben im Winter 330 Millionen Euro für Neuzugänge aus

Im Mai 2022 übernahm Todd Boehly (49) mit seinem Konsortium den FC Chelsea.
Im Mai 2022 übernahm Todd Boehly (49) mit seinem Konsortium den FC Chelsea.  © Adam Davy/PA Wire/dpa

Nur etwa eine Woche später wurde der frühere BVB-Trainer überraschend gefeuert, obwohl er die "Blues" 2021 noch zum Champions-League-Sieg geführt hatte. Graham Potter (47) trat anschließend seine Nachfolge an.

Seitdem stand Zakaria in nur vier Liga-Partien auf dem Rasen, derzeit laboriert der Schweizer Nationalspieler an einer Oberschenkelverletzung.

Kein Problem für Boehly, der im Winter mal eben 330 Millionen Euro für weitere Transfers in die Hand nahm und so auch die Position des früheren "Fohlen"-Stars neu besetzte.

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121 Millionen Euro flossen nämlich in die Akquise von Enzo Fernandez (22) - seines Zeichens ebenso zentraler Mittelfeldspieler.

Aus sportlicher Sicht trägt die Kaufrausch-Politik des Geschäftsmannes aber noch keine Früchte. Chelsea belegt derzeit nur den neunten Platz im englischen Oberhaus und würde damit sogar das internationale Geschäft verpassen.

Titelfoto: Adam Davy/PA Wire/dpa, Adrian DENNIS / AFP

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