Laut Prognose wäre er schon tot: Ex-Bundesliga-Keeper wird 54

Die Fußballkarriere von Georg Koch (54) rückte schnell in den Hintergrund, nachdem er 2023 die Diagnose Bauchspeicheldrüsen-Krebs erhalten hatte. Trotz bitterer Prognose erlebt er heute seinen 54. Geburtstag.

Medikamente aus den USA helfen Georg Koch

Georg Koch (M.) erlebte als Aktiver eine schöne Zeit bei Fortuna Düsseldorf.
Georg Koch (M.) erlebte als Aktiver eine schöne Zeit bei Fortuna Düsseldorf.  © DPA

Im Mai 2024 machte der Vater von zwei Kindern die Hiobsbotschaft mit den Worten "ich werde sterben" öffentlich. Laut Prognose aus dem Frühjahr 2023 sollte er schon damals nur noch ein halbes Jahr zu leben haben.

Auch wegen in Deutschland nicht zugelassener Medikamente aus den USA kam es glücklicherweise anders, wie der frühere Bundesliga-Keeper in einem Interview mit Sport1 verriet. Dank ihnen kann Koch heute sogar seinen 54. Geburtstag feiern - fast drei Jahre nach der Schock-Diagnose.

Da er als grandioser Torhüter etliche Menschen in Stadien und vor den Fernsehern begeisterte, wirft TAG24 einen Blick auf die Karriere eines echten Kämpfers, der sogar dem Krebs so immens trotzt.

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Georg Koch sorgte in mehr als 500 Spielen - davon 150 ohne Gegentor - mit etlichen Paraden, aber auch als Kartensünder bei verschiedenen Vereinen in Deutschland und im Ausland für Furore.

Georg Koch: Ein Keeper und Kämpfer

Karriere in Deutschland

Während seiner aktiven Zeit von 1990 bis 2009 absolvierte Koch vor allem Hunderte Partien in der Bundesliga und der 2. Bundesliga. Er hütete das Tor dabei für Fortuna Düsseldorf, den 1. FC Kaiserslautern, den MSV Duisburg, Arminia Bielefeld und Energie Cottbus.

Vor allem die Düsseldorfer dürften seine Zeit im Fortuna-Dress in wunderbarer Erinnerung halten. Denn mit ihm im Kasten marschierte man von der Drittklassigkeit (1993/94) bis in die 1. Liga durch.

Ab Minute 2:42: Koch in den Top-Paraden vom ZDF-Sportstudio auf YouTube

Erfolge im Ausland

Im Ausland schnürte der frühere Torwart die Schuhe für Dinamo Zagreb, Rapid Wien und die PSV Eindhoven. Bei Dinamo wurde er nicht nur kroatischer Meister und Pokalsieger, sondern lief auch gemeinsam mit späteren Stars wie Luka Modrić (40) und Mario Mandžukić (39) auf.

Flut an Gelben Karten

Abseits von Glanzparaden fiel der Schlussmann immer wieder als Gelbsünder auf. In seinen 514 Einsätzen sammelte er ganze 52 Gelbe Karten und eine Gelb-Rote. Damit macht er sogar manch einem Feldspieler Konkurrenz.

Dass der heute 54-Jährige kein Problem mit der ruppigeren Gangart hat, verdeutliche er auch im Interview mit Sport1. "Ich hab' nicht umsonst einen Nasenbeinbruch gehabt und alles. Das gehört dazu zum Fußball", machte er seinen Standpunkt klar.

Georg Koch verabschiedete sich mit Benefizspiel

Als Abschied vom grünen Rasen und als Reaktion auf seine Schock-Diagnose veranstaltete Koch ein Benefizspiel zwischen seinem Heimatverein und einer Allstars-Mannschaft von Fortuna Düsseldorf. Mit dabei waren frühere Wegbegleiter wie Friedhelm Funkel (72) und Jörg Böhme (52). Die Einnahmen gingen an die Kinderkrebshilfe.

Seitdem ist es abgesehen von einem Interview mit dem Magazin "11 Freunde" sehr ruhig geworden um den Kämpfer, der sich bisher erfolgreich gegen sein Schicksal wehrt.

Titelfoto: DPA

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