Belgrad (Serbien) - Schwerer Verlust für Dragan Stojković (61). Der Ex-Fußballprofi und ehemalige Nationalcoach Serbiens hat seine Mutter verloren. Den Schicksalsschlag machte der 61-Jährige am Mittwochabend auf Instagram öffentlich.
In einer Story verabschiedete er sich mit wenigen, aber emotionalen Worten von ihr: "Meine liebe Mutter, mögest du in Herrlichkeit und Frieden ruhen."
Stojković, der die serbische Nationalmannschaft zwischen März 2021 und Oktober vergangenen Jahres als Cheftrainer geführt hatte, fügte seiner Nachricht auch die Lebensdaten seiner Mutter hinzu. Daraus geht hervor, dass sie am Dienstag im Alter von 85 Jahren verstarb.
Für den früheren Fußball-Star bricht damit ein wichtiger Halt weg. Sie gehörte nämlich zu den wichtigsten Menschen in seinem Leben. Das hatte er selbst in der Vergangenheit immer wieder betont. Auch ihre Worte ließen erkennen, wie wichtig sie einander waren.
In einem damaligen Interview mit der Zeitung "Danas" blickte sie unter anderem auf seine Kindheit zurück, erzählte mehr über seinen Charakter und machte deutlich, wie eng die Bindung zwischen den beiden war. "Ich bin überglücklich und stolz, Dragans Mutter zu sein", sagte sie einst. Dass sie allen Grund dazu hatte, zeigt ein Blick auf dessen Karriere.
Dragan Stojković gehörte zu den ganz Großen seiner Zeit
In den Jahren des ehemaligen Jugoslawiens gehörte er zu den besten Mittelfeld-Akteuren seiner Generation, wurde dort zweimal zum Fußballer des Jahres ausgezeichnet.
Mit Roter Stern Belgrad feierte er seine ersten großen Erfolge, gewann Meisterschaft und Pokal. Auch in Frankreich bei Olympique Marseille lief es wie am Schnürchen: Dort kamen ein weiterer Meistertitel sowie der Champions-League-Gewinn dazu.
Nach Europa wartete Japan auf ihn. Bei Nagoya Grampus sammelte Stojković weitere Trophäen, holte zweimal den Superpokal und einmal den Pokal. 2001 beendete er dort seine aktive Karriere, verabschiedete sich aber nicht endgültig vom Klub. Denn seine Verbindung zu Nagoya blieb bestehen. 2008 kehrte er dorthin zurück, diesmal als Coach.
Unter seiner Führung gelang dem Verein 2010 der erste Meistertitel der Geschichte. Ein Jahr später folgte mit dem Supercup gleich der nächste Erfolg.
2015 wechselte Stojković nach China zu Guangzhou City FC. Nach vier Jahren als Trainer des Klubs begann schließlich das nächste Kapitel: seine Zeit als Nationaltrainer seiner Heimat.