Zukunft nicht mehr in der eigenen Hand: Stirbt der Regionalliga-Dino aus?

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Meuselwitz - Stirbt das Urgestein der Regionalliga Nordost in zwei Wochen aus? Die Zukunft des ZFC Meuselwitz liegt nicht mehr in der eigenen Hand der Thüringer. Lok Leipzig wird zum Zünglein an der Waage.

Keeper Lukas Sedlak (26, l.) und Verteidiger Niklas Jeck (24) müssen um die Zukunft mit dem ZFC Meuselwitz bangen.
Keeper Lukas Sedlak (26, l.) und Verteidiger Niklas Jeck (24) müssen um die Zukunft mit dem ZFC Meuselwitz bangen.  © Picture Point / Roger Petzsche

Zieht die Loksche die Relegation gegen die Würzburger Kickers, dürfen die Zipsendorfer in der "kleinen Champions League des Ostens" bleiben. Wenn nicht, steigt der Regionalliga-Dino zum ersten Mal ab!

Seit der DFB-Ligareform sind die Meuselwitzer Teil der Oststaffel - neben der U23 von Hertha BSC der einzige Verein, der sämtliche Spielzeiten miterlebte. Und für viele Fans und Funktionäre so etwas wie der Prototyp dieser Spielklasse.

Meuselwitz spielte in 14 Saisons oft gegen den Abstieg, galt häufig als totgesagt - und zog sich ebenso häufig aus dem Abstiegssumpf. Einmal in der Corona-Saison 2020/21 profitierte Meuselwitz, auf Platz 17 liegend, vom Saisonabbruch.

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Doch spielt dieses Jahr Lok nicht mit, kann Meuselwitz seinen Kopf nicht mehr aus der Schlinge ziehen. Fünf Punkte Rückstand auf den 15. Greifswalder FC und insgesamt sechs Spiele ohne Sieg reichten für nicht mehr als Rang 16, der diese Saison den Abstieg bedeuten könnte.

Nach dem 32. Spieltag und einer krachenden 0:4-Heimschlappe gegen Konkurrent Chemie Leipzig stürzte Meuselwitz auf den Zitterplatz ab und konnte sich auch im Saisonfinale aus der Position nicht mehr befreien.

Sicher abgestiegen sind der FC Eilenburg (Platz 17) und Hertha Zehlendorf (Platz 18).

Regionalliga Nordost: ZFC Meuselwitz muss auf ein erfolgreiches Lok Leipzig hoffen

Auch Erzgebirge Aue gastierte gerne auf der Glaserkuppe zu Testzwecken. Ob es nächste Saison erstmals zu einem Liga-Duell mit den FCE-Profis kommt, ist offen. (Archivfoto)
Auch Erzgebirge Aue gastierte gerne auf der Glaserkuppe zu Testzwecken. Ob es nächste Saison erstmals zu einem Liga-Duell mit den FCE-Profis kommt, ist offen. (Archivfoto)  © Picture Point / Sven Sonntag

Dennoch sagte Trainer Georg-Martin Leopold (48) nach dem 1:1 in Luckenwalde am letzten Spieltag bei Ostsport.TV: "Ich habe aber heute nicht das Gefühl, dass ich das letzte Mal herfahre, sondern ich sage, unser Meister ist stark genug, das zu schaffen und dem vertraue ich."

Heißt aber auch: Bis zum 1. Juni, dem Tag des Rückspiels, hängt Meuselwitz in der Luft. Und wohl auch Trainer Leopold, dessen Vertrag Mitte April erst verlängert wurde.

Doch der Frage nach seiner persönlichen Zukunft im Falle des Abstiegs weicht er aus: "Ich habe mich mit dem Präsidenten vereinbart. Wir sind jetzt in der sehr, sehr kritischen Saisonanalyse."

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Diese soll nach dem Ausgang der Relegation abgeschlossen werden "und dann wird der Präsident, glaube ich, eine kluge Entscheidung treffen. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir nächstes Jahr hier Regionalliga spielen können."

Sein Schicksal hat der Regionalliga-Dino zum ersten Mal seit zwölf Jahren nicht mehr in der eigenen Hand.

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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