Doppelpack! Torjäger Bär schießt Aue in Chemnitz ins Finale
Chemnitz - Der FC Erzgebirge Aue steht im Finale des Landespokals! Der Noch-Drittligist feierte am Mittwochabend im Prestigeduell mit dem Chemnitzer FC einen verdienten 2:0 (0:0)-Sieg.
Die gastgebenden Himmelblauen liefen vor 14.658 Zuschauern (ausverkauft) in Bestbesetzung auf. Top-Torjäger Dejan Bozic konnte ebenso auflaufen wie der zweitbeste Schütze Maurizio Grimaldi.
Gästetrainer Khvicha Shubitidze änderte seine Startformation gegenüber dem 2:2 beim VfB Stuttgart II auf einer Position. Für Jannic Ehlers rückte Jonah Fabisch ins zentrale Mittefeld.
Die ersten Minuten gehörten den Hausherren, die aus ihren Eckbällen und Freistößen kein Kapital schlagen konnten.
Mit zunehmender Dauer übernahmen die Lila-Weißen das Zepter. Die Hereingabe von Marcel Bär fand keinen Abnehmer (19. Minute). Den direkten Freistoß von Erik Weinhauer schlug Felix Müller aus der Gefahrenzone (20.). Weinhauer feuerte nach einem Konter aus 17 Metern ab – weit drüber (32.).
Die beste Möglichkeit in den ersten 45 Minuten vergab Julian Guttau. Bär setzte ihn in der 38. Minute geschickt in Szene. Der Schuss von Guttau geriet zu zentral. Kein Problem für Torwart Daniel Adamczyk.
Kurz vor dem Pausenpfiff zog Guttau aus 17 Metern ab. Der Linksschuss ging weit am Kasten vorbei.
Angriffsbemühungen der Gastgeber blieben erfolglos
Auch nach dem Seitenwechsel gab der Drittligist den Ton an. Zwingende Torgelegenheiten entsprangen dieser Dominanz zunächst nicht. Guttaus Flanke fischte Adamczyk weg (54.). Auch Weinhauers Kopfball landete in den Armen des Chemnitzer Schlussmanns (65.).
In der 69. Minute schickte Shubitidze Ehlers für Weinhauer auf den Platz. Dieser Wechsel machte sich umgehend bezahlt. Nach einem Befreiungsschlag der Auer lief Ehlers Rechtsverteidiger Johannes Pistol davon. Den Flankenball klärte Adamczyk vor die Füße von Bär. Der Torjäger stocherte das runde Leder im Fallen über die Linie: 1:0 (71.).
Die Hausherren warfen nach dem Rückstand alles nach vorn. Die Angriffsbemühungen stellten die Gäste aus dem Erzgebirge vor keine großen Probleme.
In der Nachspielzeit machte Bär nach einem Konter mit dem 2:0 alles klar. Anschließend provozierte Fabisch. Erst sah der Auer Gelb, dann Gelb-Rot.
Das Finale steigt am 23. Mai in Zwickau beim gastgebenden FSV. Der hatte sich am Dienstagabend mit 2:0 bei der BSG Stahl Riesa durchgesetzt.
Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Sven Sonntag, Haertelpress

