Riesa - Der FSV Zwickau zieht mit einem 2:0 (1:0) über Sechstligist Stahl Riesa ins Sachsenpokal-Finale ein, wo die Schwäne am 23. Mai zu Hause den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen dem Chemnitzer FC und Erzgebirge Aue empfangen.
Wenn sich Oberbürgermeisterin Constance Arndt im Gästeblock unter die Leute mischt und im Takt mit dem Fangesang mitwippt und auch der gesperrte Coach Rico Schmitt mitten unter den Anhängern steht, dann sagt das viel über den Zusammenhalt bei den Westsachsen aus.
Rund 1000 Schlachtenbummler unterstützten die Schwäne am Dienstagabend in der Feralpi-Arena, die mit insgesamt 3600 Zuschauern restlos ausverkauft war.
Sie sahen ein Spiel, in dem sich der haushohe Favorit schwertat und außerdem bereits nach sechs Minuten erstmals wechseln musste, da der zuvor angeschlagene Lukas Eixler signalisierte, dass es bei ihm nicht weiterging.
Zwickau fand erst zur Mitte der ersten Halbzeit besser ins Spiel. Lennert Möbius mit der Doppelchance (19./21.), ehe Veron Dobrunas Flanke Cemal Sezer (23.) fand - 1:0.
Luca Prasse (33.) mit dem Pfosten-Kracher aus gut 25 Metern sowie Sezer (42.) per direktem Freistoß mit weiteren guten Gelegenheiten gegen eine Riesaer Mannschaft, die sich selbst nicht versteckte.
Riesa kämpft tapfer, doch Zwickau erreicht das Sachsenpokal-Finale
Statt auf das zweite Tor zu gehen, schaltete Zwickau in den Verwaltungsmodus und das war ein Spiel mit dem Feuer.
Vladyslav Skala (45.+3.) und Janek Christian Müller (54.) scheiterten nur knapp, was den Gästen die allerletzte Warnung sein musste.
Und die taten nun wieder etwas fürs eigene Angriffsspiel. Dobruna erneut mit der Flanke auf Sezer, der ins Kopfballduell mit Markus Baumann (67.) ging und am Ende war es der Riesaer, der die Eingabe ins eigene Tor ablenkte.
Das war der K.o. für den bis zum Schluss tapfer kämpfenden Underdog aus der Teigwaren-Stadt.
Schöne Randnotiz: Marc-Philipp Zimmermann kam in der 86. Minute zu seinem 150. Pflichtspiel-Einsatz, was ihn zur offiziellen FSV-Legende macht.