"Schwangerer" Mann will ins Stadion: Was dann entdeckt wird, ist kaum zu glauben

Pula (Kroatien) - Die Kreativität mancher Fußballfans kennt kaum Grenzen, wenn es darum geht, Pyro an den Kontrollen vorbei auf die Tribünen zu schmuggeln. In Kroatien scheiterte ein besonders ausgefallener Versuch jedoch bereits am Eingang.

Es gibt nichts, was es nicht gibt. Der Mann versteckte Pyro in einem Fake-Babybauch.  © Policijska uprava istarska

Vor dem Erstliga-Heimspiel von Istra Pula gegen Hajduk Split im Stadion "Aldo Drosina" zog ein junger Ultra am Dienstag die Aufmerksamkeit der Ordner auf sich und wurde herausgezogen.

Bei einer im Anschluss durchgeführten Kontrolle machten die Sicherheitskräfte dann eine ungewöhnliche Entdeckung: Unter seiner Jacke trug der 23-jährige Heimfan nach Angaben der Polizei nämlich einen künstlichen Schwangerschaftsbauch, in dem sich 17 pyrotechnische Gegenstände befanden. Offenbar wollte er diese in die Heimkurve schmuggeln, doch der Plan ging nicht auf.

Für den Mann hatte der Vorfall jedoch noch weitreichendere Folgen, denn neben der sichergestellten Pyrotechnik kam darüber hinaus ans Licht, dass er gegen bestehende Meldeauflagen verstoßen hatte und erst gar nicht im Stadion hätte sein dürfen.

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"Zudem wurde festgestellt, dass er gegen die ihm auferlegte Schutzmaßnahme - ein Stadionverbot für Fußballspiele von NK Jadran Poreč und der kroatischen Nationalmannschaft - verstoßen hat, indem er sich nicht zwei Stunden vor dem gestrigen Spiel zwischen NK Banjole und NK Jadran Poreč in Banjole bei der Polizei gemeldet hatte", erklärten die Beamten in einer tags darauf veröffentlichten Mitteilung.

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Insgesamt 17 Pyro-Artikel hatte der junge Istra-Fan versucht, ins Stadion zu schmuggeln.  © Policijska uprava istarska

Verfahren gegen 23-jährigen Istra-Ultra

Die Behörden leiteten gegen den Ex-"Schwangeren" ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Gesetz zur Verhinderung von Störungen der öffentlichen Ordnung bei Sportveranstaltungen ein. Zu weiteren Einzelheiten äußerte sich die Polizei nicht.

Das Abbrennen von Pyrotechnik während der Partie konnten die Sicherheitskräfte dennoch nicht unterbinden. Trotz der beschlagnahmten Gegenstände brannte es auf beiden Seiten der Tribünen ordentlich, was einmal mehr zeigt, dass es offenbar deutlich effektivere Schmuggel-Methoden gibt als einen Fake-Babybauch.

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