Heidenheim will erste Bundesligapunkte beim BVB einfahren

Heidenheim - Mit null Punkten im Gepäck zum BVB! Trotz zweier Niederlagen zum Start der Bundesliga-Saison wollen sich die Kicker des 1. FC Heidenheim nicht den Spaß verderben lassen. Bei der kommenden Aufgabe im Dortmunder Signal-Iduna-Park sind die Rollen mehr als klar verteilt.

FCH-Trainer Frank Schmidt (49) steht seit mittlerweile 16 Jahren an der Seitenlinie des Ostalb-Klubs.
FCH-Trainer Frank Schmidt (49) steht seit mittlerweile 16 Jahren an der Seitenlinie des Ostalb-Klubs.  © Stefan Puchner/dpa

Es liegen Welten zwischen den Klubs und dennoch schreibt der Fußball die verrücktesten Geschichten.

Wenn Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Heidenheim am morgigen Freitagabend um 20.15 Uhr beim letztjährigen Vizemeister Borussia Dortmund antritt, wird kaum jemand auch nur einen Pfifferling auf die Truppe von FCH-Trainer-Ikone Frank Schmidt (49) setzen.

Obwohl die Profis von der schwäbischen Ostalb nach den bitteren Auftaktniederlagen gegen den VfL Wolfsburg (0:2) und gegen die TSG Hoffenheim (2:3) noch mit leeren Händen dastehen, will in Heidenheim niemand Trübsal blasen - ganz im Gegengeil.

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Die weite Reise ins Ruhrgebiet zum großen BVB soll nach Ansicht des Trainers sowie der erwarteten 4000 FCH-Anhänger gewiss keine lockere Kaffeefahrt werden. Immerhin hat der Aufsteiger im Flutlichtspiel am Freitagabend nichts zu verschenken. Trotz der klaren Ausgangslage soll dem Champions-League-Teilnehmer wenn möglich ein Bein gestellt werden.

Schmidt vor BVB-Kracher: "Machen uns nicht in die Hose"

Nur kurzzeitig hatten die Profis des FCH in dieser Saison Grund zur Freude.
Nur kurzzeitig hatten die Profis des FCH in dieser Saison Grund zur Freude.  © Stefan Puchner/dpa

Der Heidenheimer Übungsleiter will von seiner Mannschaft einen mutigen Auftritt beim letztjährigen Vizemeister Borussia Dortmund sehen. Dieses Vorhaben ließ Schmidt anlässlich der Spieltagspressekonferenz am heutigen Donnerstagvormittag verlauten.

Seine Truppe solle frei raus spielen und mutig sein. Das sei die FCH-DNA, sagte der Coach einen Tag vor der Auftaktpartie des 3. Bundesliga-Spieltags. Jeder Spieler freue sich auf die Kulisse im größten Fußballstadion Deutschlands, weiß der Langzeit-Trainer zu berichten. Trotz der vermeintlich übermächtigen Aufgabe wolle sich niemand in die Hose machen.

Einzig mit der Taktik will sich der Erfolgscoach nicht in die Karten blicken lassen. Doch Grund zur Hoffnung gebe es, denn sowohl der 1. FC Köln (0:1) als auch der VfL Bochum (1:1) hätten gegen den BVB unterschiedliche Ansätze gewählt, die es beide geschafft hätten, dass die Dortmunder ihr Spiel nicht so aufziehen konnten, wie sie es vielleicht wollten, weiß der erfahrene Schmidt auch um die wenigen Schwachpunkte der "Schwarz-Gelben" Bescheid.

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Personell kann Heidenheim bei seinem zweiten Auswärtsspiel in der noch jungen Bundesligasaison allerdings nicht aus dem Vollen schöpfen. Neben dem verletzten Außenverteidiger Marnon Busch (28, Muskelfaserriss) steht auch der angeschlagene Defensivmann Jonas Föhrenbach (27) nicht zur Verfügung.

Ob Schmidt und die gut 4000 FCH-Fans am morgigen Freitagabend dennoch Grund zur Freude haben und überraschende erste Zähler eingefahren werden können, wird insbesondere von der Gegenwehr des Aufsteigers abhängen.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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