1. FC Köln trauert um früheren Meisterspieler: Karl-Heinz Ripkens (†88) verstorben
Köln - Der 1. FC Köln trauert um einen seiner großen Helden: Karl-Heinz Ripkens ist am 8. Mai im Alter von 88 Jahren in seiner Heimatstadt verstorben.
Das hat der Bundesligist am Dienstag auf seiner Webseite mitgeteilt.
Ripkens, der von Trainer-Legende Hennes Weisweiler (†63) aufgrund seiner blonden Haare den Spitznamen "de Gries" ("der Graue") erhielt, trug zwischen 1958 und 1964 insgesamt sechs Jahre lang das Trikot der Rheinländer und wurde mit dem FC unter anderem zweimal Deutscher (1962, 1964) und viermal Westdeutscher Meister (1960, 1961, 1962, 1963).
Seine Karriere startete der Offensivspezialist in Köln-Vogelsang beim dortigen SSV. Der Sprung zum großen Nachbarn gelang ihm erst 1958 auf ungewöhnliche Weise: "Ich war zufällig mit FC-Spieler Hennes Pfeiffer […] zum Essen im Geißbockheim. Plötzlich kam Trainer Hennes Weisweiler rein und Pfeiffer sagte zu ihm, dass er mich doch mal testen solle", erzählte Ripkens einst in einem Interview.
Tatsächlich habe er einige Tage darauf an einem Probetraining teilnehmen dürfen - und habe dabei so sehr überzeugt, dass er unter Vertrag genommen wurde. "Damit ging ein Traum in Erfüllung, denn jeder junge Fußballer wollte damals beim FC spielen", so Ripkens.
1. FC Köln will Meisterspieler Karl-Heinz Ripkens "ehrendes Andenken bewahren"
Ab der Saison 1960/61 sammelte er schließlich regelmäßige Einsätze für die Geißbock-Elf, in denen er insbesondere als quirliger Vorlagengeber überzeugte. Insgesamt kam er trotzdem auch verletzungsbedingt nur auf 75 Spiele für den FC. Dabei gelangen ihm 14 Tore.
Nach seinem Abschied aus seiner Heimatstadt lief der Angreifer noch für Standard Lüttich, Bayer 04 Leverkusen, Viktoria Köln und Fortuna Köln auf, ehe er 1971 seine Karriere beendete. Dem FC blieb der gelernte Metallschlosser trotzdem treu, unter anderem als Mitbegründer der Traditionsmannschaft.
"Der 1. FC Köln wird Karl-Heinz Ripkens stets ein ehrendes Andenken bewahren", teilt der Bundesligist abschließend mit.
Titelfoto: IMAGO/Otto Krschak
