Neue Details zum Lemperle-Skandal: FC-Stürmer wurde wohl von Köln-Fan attackiert

Köln - Die Prügelattacke auf Stürmer Tim Lemperle (23) am Sonntagabend beschäftigt den 1. FC Köln noch immer. Inzwischen wurden neue Details zu dem Fall bekannt.

Mit zehn Toren und sechs Vorlagen ist Tim Lemperle (23) der Topscorer beim 1. FC Köln.
Mit zehn Toren und sechs Vorlagen ist Tim Lemperle (23) der Topscorer beim 1. FC Köln.  © Daniel Karmann/dpa

Während sich der rheinische Klub noch immer bedeckt hält und lediglich über Sportdirektor Thomas Kessler (39) verlauten ließ, dass man "über den Vorfall informiert" sei, wird nach und nach das ganze Ausmaß des Vorfalls bekannt.

Der Stürmer soll nämlich ausgerechnet von einem Kölner Anhänger verprügelt worden sein, nachdem ein Streit zwischen dem 23-Jährigen und dem Täter eskaliert war.

Inzwischen soll die Polizei die Identität des Verdächtigen kennen. Wie die "BILD" berichtet, habe sich der Gesuchte am Dienstagabend über seinen Anwalt bei den Ermittlern gemeldet.

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Bei dem Streit soll es laut "Express" um das Verhalten des jungen FC-Stürmers gegangen sein, der sich zu diesem Zeitpunkt in stark alkoholisiertem Zustand auf dem Party-Schiff "Rhein Roxy" befunden haben soll.

Als der Fan Lemperle daraufhin zur Rede stellte und ihn daran erinnerte, dass er sich als Spieler des 1. FC Köln professioneller zu verhalten habe, soll der 23-Jährige flapsig und arrogant reagiert haben, wie unter anderem eine Sprachnachricht, die bei "X" kursiert, belegen soll.

FC-Sportdirektor Thomas Kessler befürchtet Lemperle-Ausfall nach Prügelattacke

FC-Sportdirektor Thomas Kessler (39) befürchtet einen Ausfall seines Topscorers beim Saisonfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern am Sonntag.
FC-Sportdirektor Thomas Kessler (39) befürchtet einen Ausfall seines Topscorers beim Saisonfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern am Sonntag.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Dort heißt es, der gebürtige Frankfurter habe unter anderem damit geprahlt, dass das Schicksal des Effzeh ihn am letzten Spieltag ohnehin nichts angehen würde, da sein Abgang bereits feststünde.

Für die leidenschaftlichen Klub-Anhänger ein No-Go - immerhin steht in wenigen Tagen das wichtigste Spiel des Jahres auf dem Plan.

Dementsprechend hitzig soll die Stimmung auf dem Schiff gewesen sein. Dennoch hat sich die Lage zunächst offenbar beruhigt - bis zum Ende des feuchtfröhlichen Events gegen 21 Uhr: Beim Verlassen des Schiffes soll sich der Streit erneut derart hochgeschaukelt haben, dass der Fan dem Stürmer wohl mit der Faust ins Gesicht schlug, wodurch dieser sich einen Nasenbeinbruch zuzog.

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Auf Anfrage bestätigte ein Sprecher der Kölner Polizei einen solchen Vorfall in Rodenkirchen am Sonntagabend, ohne jedoch Namen zu nennen.

Erstmeldung: 13. Mai, 15.22 Uhr; aktualisiert: 13. Mai, 18.36 Uhr.

Titelfoto: Bildmontage: Daniel Karmann/dpa, Rolf Vennenbernd/dpa

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