Neues aus dem FC-Nähkästchen: Darum hat Shootingstar El Mala wirklich verlängert

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Köln - Noch vor wenigen Wochen war ganz Fußball-Deutschland überzeugt: Nach seiner überragenden Debütsaison mit 13 Toren und fünf Vorlagen wird Said El Mala (19) den 1. FC Köln verlassen. Doch Pustekuchen! Statt für den BVB oder RB Leipzig auf Torejagd zu gehen, hat der Linksaußen seinen Vertrag ohne Ausstiegsklausel verlängert. Sportchef Thomas Kessler (40) liefert nun erstmals Einblicke in seinen bislang wohl größten Coup.

Thomas Kessler (40) steht seit über 25 Jahren beim 1. FC Köln unter Vertrag, zunächst als Profi, nun als Sportchef.
Thomas Kessler (40) steht seit über 25 Jahren beim 1. FC Köln unter Vertrag, zunächst als Profi, nun als Sportchef.  © Marius Becker/dpa

Man sei "sehr lange und sehr intensiv" mit dem Youngster und dessen Mutter, die als seine Beraterin fungiert, im Austausch gewesen, berichtet der Ex-Keeper gegenüber "Sport Bild" und ergänzt: "Natürlich war da auch eine Verlängerung immer Thema."

Dass es am Ende geklappt hat, liege an mehreren Faktoren, führt Kessler aus. So sei etwa die Beziehung zwischen El Mala, seiner Familie und dem Verein definitiv "eine besondere".

Hinzu kommt, dass sich der Club für den 19-Jährigen finanziell gestreckt hat: "Wir wollten natürlich seine Leistung honorieren und im Rahmen unserer Möglichkeiten Said auch zeigen, wie ernst es uns mit dem Thema ist, dass er bei uns bleibt."

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Letztlich habe man sich so auf einen Kontrakt einigen können, "wo nachher alle Seiten gut mit leben können und wo wir als Club das Heft des Handelns in der Hand behalten", erklärt der Sportchef.

Zumal er El Mala auch mit der sportlichen Perspektive habe überzeugen können. "Er weiß, dass er hier in den Themen, die eben noch nicht optimal sind, auch weiter gefördert wird. Und nebenbei hat er eben die Möglichkeit, immer zu spielen."

FC-Sportchef Thomas Kessler über Bedeutung von El-Mala-Verlängerung: "Haben in Köln lange danach gelechzt"

Wird auch in der kommenden Saison im FC-Trikot jubeln: Said El Mala (19).
Wird auch in der kommenden Saison im FC-Trikot jubeln: Said El Mala (19).  © Soeren Stache/dpa

Die 50-Millionen-Offerte vom BVB abzulehnen, war dennoch keine einfache Entscheidung für den 40-Jährigen. "Das, was da auf dem Tisch lag, ist für den 1. FC Köln eine riesige Summe gewesen, wo wir uns natürlich ganz genau überlegt haben, wie wir damit umgehen."

Nach den wochenlangen Verhandlungen mit dem Ruhrpott-Club habe aber letztlich das Timing nicht mehr gepasst. Das Geld sei Mitte August schließlich "nicht mehr das wert, was es Anfang Juli noch wert ist", erklärt Kessler.

Hinzu seien auch weiche Faktoren gekommen, die insbesondere im emotional aufgeladenen FC-Umfeld von besonderer Bedeutung sind. "Wir haben in Köln lange danach gelechzt, wieder so einen Spieler zu haben, der eben nicht nur regional, sondern auch überregional in aller Munde ist", sagt der Sportchef.

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Ob El Mala nun tatsächlich bis ins Jahr 2031 das Trikot mit dem Geißbock auf der Brust tragen wird, darf allerdings bezweifelt werden. "Fünf Jahre sind eine sehr lange Zeit, auch ein Jahr ist schon eine lange Zeit", betont Kessler und ergänzt: "Was die Zukunft bringt, werden wir am Ende einfach sehen."

Titelfoto: Bildmontage: Soeren Stache/dpa, Marius Becker/dpa

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