Union Berlin plant für Zukunft: So soll das neue Stadion aussehen

Berlin - Mit 22.012 Zuschauern hat der 1. FC Union Berlin die kleinste Arena der Bundesliga, noch, denn Präsident Dirk Zingler (58) hat große Investitionen angekündigt.

Union-Präsident Dirk Zingler (58) hat bei der Mitgliederversammlung am Montag die Pläne für den Ausbau des Stadions An der Alten Försterei präsentiert.
Union-Präsident Dirk Zingler (58) hat bei der Mitgliederversammlung am Montag die Pläne für den Ausbau des Stadions An der Alten Försterei präsentiert.  © Matthias Koch/dpa

Rund 150 Millionen Euro wollen die Köpenicker in den kommenden Jahren unter anderem in den Ausbau des Stadions An der Alten Försterei und ein neues Trainingszentrum stecken.

"Wir stehen vor der größten und wichtigsten Investitionsphase in unserer Geschichte", sagte Zingler am Montagabend bei der Mitgliederversammlung im Tempodrom. "Ich glaube, wir werden das geilste Stadion in Europa bekommen", sagte er.

Der 58-Jährige verkündete zudem, dass der Klub das Grundstück, auf dem das Stadion steht, der Stadt Berlin abgekauft habe. Bislang bestand ein Erbbaurecht für Union. Das führte zu riesigem Jubel. "So ist es uns am Montag auch gegangen", freute sich Zingler.

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Geplant ist, frühestens im Sommer 2024 mit dem Ausbau des Stadions zu beginnen. Die ursprünglichen Pläne dafür wurden bereits 2017 präsentiert, bis 2020 sollte das Stadion fertig sein.

Die Corona-Krise und Probleme beim Verkehrskonzept sorgten für die Verzögerung.

Die Außenansicht des Stadions soll weiterhin an Oberschöneweider Industriebauten erinnern. (Konzeptfoto)
Die Außenansicht des Stadions soll weiterhin an Oberschöneweider Industriebauten erinnern. (Konzeptfoto)  © Matthias Koch/dpa

Union Berlin stellt das geplante Stadion als "Generationenprojekt" bei Twitter vor

37.700 Plätze: Stadion An der Alten Försterei soll fast doppelte Kapazität bekommen

So soll das Stadion An der Alten Försterei in Zukunft von innen aussehen. (Konzeptfoto)
So soll das Stadion An der Alten Försterei in Zukunft von innen aussehen. (Konzeptfoto)  © Matthias Koch/dpa

Drei der Tribünen müssten neu errichtet werden, sagte Zingler. Es sei bautechnisch und statisch nicht möglich gewesen, die bisherigen Tribünen, an deren Ausbau Fans von Union maßgeblich beteiligt waren, zu erhalten, sagte Zingler.

Er sage das mit Bedauern. "Natürlich ist es uns bewusst, dass viele Menschen dort viele Stunden verbracht haben", sagte er. Es sei ein Generationenprojekt. "Wir bauen etwas für unsere Kinder."

Das Stadion soll nach dem Umbau eine Kapazität von rund 37.700 Plätzen haben und äußerlich weiter an Oberschöneweider Industriebauten erinnern. Es soll am Ende rund 8500 Sitzplätze geben, um DFL-Regularien zu erfüllen.

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Im Frühjahr 2023 sollen die Bauarbeiten insgesamt beginnen. Zunächst will Union dabei das Gelände um das Stadion verändern. Die Geschäftsstelle, das Forsthaus, wird saniert.

Direkt vor den Toren der Arena soll unter anderem ein neues Trainingsgelände entstehen. (Konzeptfoto)
Direkt vor den Toren der Arena soll unter anderem ein neues Trainingsgelände entstehen. (Konzeptfoto)  © Matthias Koch/dpa

1. FC Union Berlin muss während Stadionausbau ins Olympiastadion ziehen

Die Eisernen haben der Stadt Berlin das Vereinsgelände mittlerweile abgekauft. (Konzeptfoto)
Die Eisernen haben der Stadt Berlin das Vereinsgelände mittlerweile abgekauft. (Konzeptfoto)  © Matthias Koch/dpa

Währenddessen ziehen die Mitarbeiter des Klubs um Zingler in einen mobilen Bürocontainer.

Ab Sommer 2023 sollen dann am Stadion ein neues Trainingszentrum für die Lizenzspielerabteilung, ein Parkhaus, neue Trainingsplätze und ein Klubhaus entstehen, unter anderem mit einer großen Fankneipe.

Am Stadion werden zudem von der Stadt eine neue Straßenbahnhaltestelle und eine Straße gebaut. Im März will der Klub noch genauer über die Pläne informieren.

Während des geplanten Stadionausbaus vollen die Eisernen ins Olympiastadion ziehen, wo auch Stadtrivale Hertha BSC seine Spiele austrägt. "Wenn wir die drei Stehplatztribünen im Stadion ausbauen, werden wir ein Jahr nicht in der Alten Försterei spielen können", erklärte Zingler.

Es wäre nicht das erste Mal, dass die Köpenicker ins Wohnzimmer des Rivalen ziehen: Auch die Heimspiele in der Conference League trugen die Eisernen 2021/22 im Olympiastadion aus, weil die Alte Försterei die damaligen Anforderungen der UEFA nicht erfüllte.

Titelfoto: Matthias Koch/dpa (Bildmontage)

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