Erst sieht ein Unioner Rot, dann ein anderer: "Hätte das Gleiche gemacht"

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Berlin - Beim 1:1 gegen den FC Augsburg hat bei Union Berlin eine Rote Karte gleich für doppelten Ärger gesorgt, sowohl auf dem Feld als auch auf der Bank.

Felix Uduokhai (29, r.) ist nach der Roten Karte gegen seinen Ex-Klub untröstlich gewesen.
Felix Uduokhai (29, r.) ist nach der Roten Karte gegen seinen Ex-Klub untröstlich gewesen.  © Harry Langer/dpa

Ausgerechnet der Ex-Augsburger Felix Uduokhai (29) musste bereits nach 19 Minuten das Feld verlassen. Und schon das wäre vermeidbar gewesen, denn kurz vorher hatten die Eisernen selbst einen Freistoß.

Ein "Schweinepass" von Andras Schäfer (27) später musste der Innenverteidiger die Notbremse gegen Michael Gregoritsch (32) ziehen und das Drama nahm seinen Lauf. "Wir haben uns selbst in die Schwierigkeiten gebracht", befand Horst Heldt (56) nach Spielschluss treffend am Sky-Mikrofon.

So eine Rote Karte zieht natürlich einen Rattenschwanz nach sich. Besonders wenn es einen Abwehrspieler trifft, muss der Trainer reagieren und in diesem Fall hat Mauro Lustrinelli (50) Livan Burcu für Leopold Querfeld (beide 22) "geopfert".

Sexyhexi, Spassikowski oder doch Lustrinelli? Union lädt nach WWM-Fail Jauch-Kandidat ein
1. FC Union Berlin Sexyhexi, Spassikowski oder doch Lustrinelli? Union lädt nach WWM-Fail Jauch-Kandidat ein

Der Flügelflitzer sah dann ob seiner frühen Auswechslung ebenfalls Rot: Erst trat er eine Werbebande in Richtung der eigenen Ersatzbank und dann schlug er einem Betreuer auch noch wutentbrannt eine Trinkflasche aus der Hand, die ihm gereicht werden sollte - alles von den TV-Kameras eingefangen.

Die Rückkehr in die Union-Startelf hat für Livan Burcu (22, r.) nach dem frühen Platzverweis von Uduokhai ein jähes Ende gefunden.
Die Rückkehr in die Union-Startelf hat für Livan Burcu (22, r.) nach dem frühen Platzverweis von Uduokhai ein jähes Ende gefunden.  © Harry Langer/dpa

Mauro Lustrinelli nimmt Livan Burcu nach Ausraster in Schutz

Mauro Lustrinelli (50) hat für Burcus ungehaltene Reaktion Verständnis gezeigt.
Mauro Lustrinelli (50) hat für Burcus ungehaltene Reaktion Verständnis gezeigt.  © Harry Langer/dpa

"Das ist natürlich nicht gut, gar keine Frage", betonte der Union-Manager, als er auf die Szene angesprochen wurde, nahm seinen Spieler aber auch in Schutz: "Er ist ein junger Kerl, da werden wir mit ihm drüber reden."

Sein Trainer ging sogar noch einen Schritt weiter: "Ich hätte das Gleiche gemacht", erklärte der 50-Jährige auf der Pressekonferenz nach der Partie und verfiel dabei kurz ins Schwyzerdütsch: "Schiss di a", womit er sagen wollte, dass einen so etwas natürlich nervt.

"Du bekommst eine Rote Karte und musst Dich opfern, aber das ist Part of the Game und das muss er akzeptieren", merkte der Schweizer an. In der Kabine sei aber schon wieder alles in Ordnung gewesen.

Unioner knockt Gegenspieler aus, dann zieht der Schiri zweimal Rot
1. FC Union Berlin Unioner knockt Gegenspieler aus, dann zieht der Schiri zweimal Rot

Und warum auch nicht, schließlich konnten die Eisernen mit ihrem ersten Auswärtstor auch gleich den ersten Punkt einsacken - ein "absolut gewonnener Punkt", wie Heldt zufrieden feststellte, der aus seiner Sicht auch "absolut verdient" ist.

Titelfoto: Harry Langer/dpa (Bildmontage)

Mehr zum Thema 1. FC Union Berlin: