Union-Coach Lustrinelli kontert Reporter-Frage: "Wenn ich ein Vogel wäre ..."
Berlin - Mauro Lustrinelli (50), seit Kurzem auch als "Jimi Sexyhexi" bekannt, hat am Donnerstag für einen Lacher auf der Pressekonferenz von Union Berlin gesorgt.
Einer der anwesenden Journalisten wollte von dem Coach wissen, ob Livan Burcu (22), der gegen die SV Elversberg als Joker den erlösenden 1:0-Siegtreffer erzielte, einen Trainer-Bonus für die anstehende Partie gegen den FC Augsburg hätte.
Schließlich konnte der Heilsbringer bei der Nullnummer gegen den BVB aufgrund einer Krankheit nicht mitwirken. "Wer hätte womöglich stattdessen nicht gespielt", konterte schon Pressechef Christian Arbeit (52) die verworrene Frage scherzhaft.
Lustrinelli setzte dann noch einen drauf und bediente sich dabei einer italienischen Redewendung, die er ins Deutsche übersetzte: "Wenn ich ein Vogel wäre, wäre ich auf einem Baum", entgegnete er grinsend.
Er könne auf die Frage keine Antwort geben: "Geschichte, weg", betonte der 50-Jährige, denn das sei nun einmal vorbei - "kann man nicht mehr zurückspulen, oder?", gab er gut gelaunt zu bedenken. Immerhin kann der Übungsleiter jetzt wieder auf Burcu zurückgreifen und bekommt damit am Samstag (15.30 Uhr/Sky) eine weitere Alternative in der Offensive zurück.
Auf Stoßstürmer Andrej Ilic (26) muss Lustrinelli hingegen nach wie vor verzichten und auch für Oliver Burke (29) dürfte nach langer Verletzung ein Einsatz in der Startelf noch zu früh kommen.
Mauro Lustrinelli will Nachwuchs bei Union Berlin fördern: "Haben gezeigt, dass die Türen offen sind"
Das könnte erneut die Tür für die jungen Wilden um Mekhi Gray (19) öffnen, der gegen Elversberg und Dortmund erste Luft in der Bundesliga schnuppern durfte.
"Es ist immer schön, wenn ein Junge aus der Region Spielzeit bekommt", bemerkte der Schweizer. Allerdings sei es auch wichtig, Geduld zu haben. "Wir wollen, dass unsere jungen Spieler mehr gefordert sind und gleichzeitig müssen wir auch das nötige Umfeld haben, damit sie ihre Zeit bekommen können", erklärte der FCU-Trainer.
Ziel sei es, bei Union nicht nur eine neue Spielweise einzuführen, sondern auch Talente zu fördern "und wir haben gezeigt, dass die Türen offen sind".
Das gilt zweifelsohne auch für Mega-Talent Linus Güther (16), der gegen Dortmund zum zweiten Mal im deutschen Fußball-Oberhaus ran durfte. Ob die Youngster auch gegen die starken Augsburger wieder Spielzeit bekommen, wird sich im Spielverlauf zeigen. Auf jeden Fall hat Mauro Lustrinelli großen Respekt vor den Fuggerstädtern.
"Zwei zu zwei gegen Bayern zu Hause ist ein gutes Resultat", stellte er fest und lobte den FCA für eine gute Organisation und viel Intensität. Da wartet ein hartes Stück Arbeit auf die Eisernen, die auswärts bislang weder einen Punkt geholt noch ein Tor geschossen haben.
Titelfoto: Marius Becker/dpa

