Furioses Bundesliga-Debüt: El Mala trifft nach Ecke von El Mala
Berlin - Geschichten, die nur der Fußball schreibt! Union Berlin war nur fünf Tage nach der Pokal-Schmach drauf und dran sich gegen den 1. FC Köln zu rehabilitieren, dann aber wechselte Rene Wagner Malek El Mala ein. So reichte es nur zu einem 1:1 (1:0).
Erstmals standen die El Mala-Brüder gemeinsam in der Bundesliga auf dem Feld - und sofort erzielte der jüngere Bruder in seinem ersten Bundesligaspiel sein erstes Tor im Oberhaus. Natürlich hatte auch Said El Mala seine Füße im Spiel. Seine Hereingabe landete über Umwege bei seinem jüngeren Bruder.
Union startete nach der 0:5-Packung in Köln mit einer gehörigen Wut im Bauch. Die Hausherren wollten die Wiedergutmachung und belohnten sich für eine starke Anfangsphase.
Tim Skarke machte die Kugel an der Außenbahnlinie fest, legte klug in die Mitte zurück, wo Janik Haberer (10. Minute) am schnellsten schaltete. Er musste nur noch ins leere Tor einschieben.
Schon wieder Haberer! In Augsburg sicherte er bereits das Remis. Jetzt traf Haberer erneut, nachdem der 32-jährige zwei Saisons ohne Tor blieb.
Der Treffer spielte Union voll in die Karten. Vor den Augen von Steffen Baumgart überließen sie den Gästen den Ball, die damit nur wenig anfangen konnten. Die Eisernen standen sicher, dem Effzeh fiel nichts ein. So plätscherte die Partie nur so vor sich hin.
Malek El Mala trifft überraschend zum 1:1-Endstand
Einen Aufreger vor der Pause gab es aber noch, als Zeno Van Den Bosch Said El Mala hart am Knöchel erwischte. Kölns Flügelflitzer hätte sich gerne eine andere Farbe gewünscht, Schiedsrichter Richard Hempel aber beließ es bei Gelb.
Auch nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Union hatte mit dem einfallslosen Spiel der Kölner keine Probleme. Fußballerisch blieb es weiter schwere Kost. Die Eisernen rührten nun richtig Beton an und beschränkten sich auf Verteidigen.
Ein Spiel zum Weggucken, Union aber konnte es egal sein: Köln fiel nichts ein und brauchte El Mala, allerdings nicht Said El Mala, sondern seinen älteren Bruder.
Bei seiner Bundesligapremiere traf der 21-Jährige Union nur sieben Minuten nach seiner Einwechselung mitten ins Herz.
Nach einer Ecke stand er goldrichtig. Mit dem ersten Schuss aufs Tor glich Köln wie aus dem Nichts doch noch aus. Dabei blieb es.
Titelfoto: Imago / Jan Huebner

