Béla Réthy rechnet knallhart mit Union Berlin ab: "Das ist Folter"
Berlin - Autsch, das tut weh: Der bekannte ehemalige Sportkommentator Béla Réthy (69) hat ein vernichtendes Urteil über Union Berlin gefällt - er ist nicht der Erste.
Spätestens seit der WM 2014 und dem "Wunder von Belo Horizonte" hat sich seine markante Stimme ins Gedächtnis vieler Fußballfans eingebrannt. Nach der WM 2022 beendete der 69-Jährige seine illustre Karriere.
Natürlich ist er nach wie vor als Fußballexperte gefragt und hat in der neuesten Episode des Bild-Podcasts "Stammplatz" kein gutes Haar an den Eisernen gelassen.
"Wie soll ich das ausdrücken, ohne jemanden zu beleidigen", leitete Réthy ein, bevor er konkret wurde: "Mit der unansehnlichste Fußball, den ich seit langem in der Bundesliga gesehen habe, wird bei Union gespielt!"
Drastische Worte! Aber der gebürtige Wiener legte sogar noch einen drauf: "Das ist Folter!", polterte er los. Eine defensive Spielweise sei ja okay, "aber das ist so unattraktiv", hielt er nicht mit seiner Meinung hinter dem Berg.
Aus diesem Grund sei er auch geneigt "zu sagen, dass sie auch ihr Heimspiel gegen den 1. FC Köln verlieren werden", wagte Béla Réthy eine Prognose für das Duell am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN).
Mauro Lustrinelli verschärft Ton: "Regt mich auf, wenn wir so verlieren"
Dass sich so eine Nicht-Leistung wie bei der krachenden Pleite im DFB-Pokal nicht wiederholen darf, betonte auch Mauro Lustrinelli (50) bei der Pressekonferenz am Freitag.
Schließlich habe er auch seinen Stolz: "Das regt mich auf, wenn wir so verlieren. Wir haben wirklich Bock ganz anders aufzutreten", kündigte der Union-Coach an.
Die vernichtende Kritik eines renommierten Sportjournalisten, dürfte den stolzen Schweizer zusätzlich ärgern, auch wenn er das wohl niemals öffentlich zugeben würde.
Der Ton wird jedenfalls rauer an der Alten Försterei: "Es ist wichtig, dass wir wieder unsere DNA, unsere Genetik, unsere Kompaktheit auf den Platz kriegen. Ich sage es mit Wörtern, aber am Schluss müssen wir es auf den Platz bringen. Punkt!"
Genau das habe er ganz deutlich mit dem Team besprochen, individuell und mit dem Mannschaftsrat, denn jedem seiner Spieler müsse nach der Köln-Klatsche eines klar sein: "So können wir nicht auf den Platz gehen."
Der Hauptstadtklub muss eine Reaktion zeigen und will die Räume für den Gegner wieder eng machen. Auf jeden Fall soll es keine erneute Gala von Doppelpacker Said El Mala (20) geben.
Titelfoto: Julius Frick/dpa, Henning Kaiser/dpa (Bildmontage)

