Rap-Star Finch fordert Lustrinelli-Aus: "Hoffe, die Verantwortlichen ziehen rechtzeitig die Reißleine"

Berlin - Ist das nur der Frust nach der Pokal-Klatsche oder ist da was dran? Rap-Star Finch (36), selber glühender Fan von Union Berlin, hat nicht weniger als den Rauswurf von Trainer Mauro Lustrinelli (50) gefordert.

Mauro Lustrinelli (50) hat Union Berlin im Sommer übernommen.  © Harry Langer/dpa

"Ich hoffe die Verantwortlichen ziehen RECHTZEITIG die Reißleine und nicht erst zur Winterpause wenn wir mit 9 Punkten Rückstand aufm Abstiegsplatz stehen", kommentierte der Rapper (Rechtschreibung übernommen, Anm. d. Red.) einen Instagram-Beitrag seines Herzensvereins.

Heißt: Der "Abfahrt"-Interpret fordert mehr oder weniger das Lustrinelli-Aus - je schneller, desto besser.

Der Schweizer hat Aufsteiger FC Thun sensationell zur Meisterschaft geführt. Bei Union soll er einen neuen Fußball implementieren, doch es hakt noch. Beim 1. FC Köln kassierten die Eisernen einen schmerzhaften Rückschlag, kamen mit 0:5 unter die Räder und flogen im hohen Bogen aus dem Pokal.

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Wieder einmal zeigten die Köpenicker, die in den ersten vier Spielen 17 Gegentore kassiert haben, erhebliche Abwehrschwächen. Dabei haben sie die Schießbude eigentlich doch geschlossen.

In Köln aber war das Scheunentor wieder offen, was auch bei Finch offenbar für viel Frust sorgt: "Sorry aber man sieht seit Wochen KEIN KONZEPT … KEINE STRUKTUR und vor allem KEINE SCHRITTE NACH VORN", glaubt er offenbar nicht an die Wende.

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Union Berlin geriet in Köln unter die Räder: Kölns Isak Johannesson (23, r.) jubelt.  © Federico Gambarini/dpa

Union Berlin: Khedira entschuldigt sich bei Fans

Finch (36) besucht regelmäßig die Heimspiele von Union Berlin.  © Daniel Karmann/dpa

Er hasse es selber, wenn Leute ständig nur das Schlechte sehen, "aber wenn wir ehrlich sind, stand vor der Saison schon fest, wo es hingeht", heißt es abschließend.

Auch die Spieler gingen nach Schlusspfiff hart mit sich selber ins Gericht. "Das war eine Nichtleistung, für die wir uns bei den Fans entschuldigen müssen. Für die tut es uns verdammt leid", sagte Rani Khedira (32), der von einem "Systemabsturz" sprach.

Eine Trainerdiskussion wird in Köpenick dennoch nicht aufkommen. Zuletzt stärkte Präsident Dirk Zingler (62) bei einer Veranstaltung im Rot-Weißen Salon im Altstadttheater Köpenick dem Neu-Coach den Rücken. Zudem befand sich Union eigentlich auf einem guten Weg: Gegen Elversberg, Dortmund und Augsburg holten die Hauptstädter fünf Punkte aus drei Spielen.

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Schon am Sonntag gibt es dann die schnelle Chance auf Wiedergutmachung - mit anderen Voraussetzungen. Dann kommt Köln nach Köpenick. Gewinnen die Eisernen (Platz 17), könnten sie mit neun Punkten ins Tabellenmittelfeld vorrücken. Ob dann Finch immer noch die Reißleine ziehen will?

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