Stolpergefahr im DFB-Pokal: Union Berlin trainiert Elfmeterschießen

Berlin - Mit Eintracht Braunschweig wartet auf Union Berlin am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) ein äußerst unbequemer Gegner in der ersten Runde des DFB-Pokals - die Stolpergefahr ist nicht zu verachten.

Gegen Magdeburg hatten die Kicker von Eintracht Braunschweig schon Grund zu Jubeln.  © Julius Frick/dpa

Mauro Lustrinelli (50) erwartet ein schweres und womöglich auch enges Duell mit dem Zweitligisten und hält auch eine mögliche Entscheidung vom Punkt nicht für ausgeschlossen. Jedenfalls war das Elfmeterschießen "Teil der Vorbereitung", wie der Schweizer am Freitag bei der Pressekonferenz im Vorfeld der Partie bestätigte.

Er erwarte eine Mannschaft mit "sehr viel Lauffreude und guter Intensität", sagte Lustrinelli. "Sie haben ein gutes Umschaltspiel. Das wird für uns ein schöner Test."

Schließlich hat für die Löwen die neue Saison in der 2. Bundesliga bereits begonnen. Einem fulminanten 6:1 beim 1. FC Magdeburg folgte eine 0:1-Heimpleite gegen den VfL Bochum.

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"Das ist für uns wirklich eine gute Challenge. Ein Spiel ist immer ein Reifetest", betonte der 50-Jährige. Dadurch bekomme die Mannschaft aufgezeigt, was schon gut läuft und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt. Daher freue er sich "wirklich auf dieses Spiel".

Bei nur drei Siegen aus zehn Testspielen besteht bei den Köpenickern offensichtlich noch jede Menge Luft nach oben, besonders in der Hintermannschaft, die sich zu viele einfache Gegentore fängt.

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Union Berlin muss sich nach wie vor an Viererkette gewöhnen

Mauro Lustrinelli (50) hat bei der Vorbereitung auf das DFB-Pokalspiel auch Elfmeterschießen übern lassen.  © Soeren Stache/dpa

Das Pressing funktioniere zum Teil schon sehr gut, konstatierte der Trainer, aber bei der tiefen Verteidigung sah er folgerichtig noch Defizite.

Das sei aber kein Wunder, denn schließlich müssen sich die Eisernen von ihrer jahrelang praktizierten Fünferkette verabschieden und auf eine Viererabwehrreihe umstellen. Die Schwierigkeit sah der FCU-Coach dabei in erster Linie bei der Konstanz über 90 Minuten.

Gegen Braunschweig gehe es darum, die eigenen Stärken auf den Platz zu bringen - zur Strategie, die er mit seinem Trainierstab ausgearbeitet hat, wollte er freilich noch nichts verraten. Gleiches gilt für die Torwartfrage. Der Schweizer wisse bereits, wer Frederik Rönnow (34) ersetzen werde, behielt seine Wahl aber noch für sich.

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Ob Neuzugang Michel Aebischer (29) auch gleich im Kader stehen wird, wollte der Chefcoach - je nach Trainingsleistung - spontan entscheiden. Auf jeden Fall zeigte sich der Schweizer begeistert von seinem Landsmann: "Er kann überall spielen. Er ist so ein intelligenter Spieler." Er wolle den 29-Jährigen dort einsetzen, wo er dem Team am meisten helfen kann.

Auf jeden Fall kann Mauro Lustrinelli mit seiner Truppe auf die volle Unterstützung der Fans bauen. 2500 Unioner werden ihr Team im Eintracht-Stadion nach vorn peitschen. Somit ist der Gästeblock ausverkauft, wie Pressesprecher Christian Arbeit (52) bestätigte.

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