War das wirklich ein Elfmeter? Unions Horror-Minuten vor und nach der Pause

Berlin - Irre Minuten vor und nach der Pause! Union Berlin kassiert mit dem 1:3 (0:2) bei der TSG Hoffenheim die nächste Pleite. Die Eisernen machten ein durchaus ordentliches Spiel, erlebten aber vor und nach der Pause schlimme Minuten. Wie schon im Hinspiel brauchten die Hausherren einen Elfmeter.

Union-Kapitän Rani Khedira (r.) kann den Elfmeterpfiff so gar nicht verstehen
Union-Kapitän Rani Khedira (r.) kann den Elfmeterpfiff so gar nicht verstehen  © Uwe Anspach/dpa

Es lief die 39. Minute, als Schiedsrichter Robin Braun auf den Punkt zeigte. Leopold Querfeld wollte eine Bogenlampe klären, holte aus, traf aber nur das gestreckte Bein von Ex-Unioner Fisnik Assllani. Eine knifflige Entscheidung, war Assllani zwar eher am Ball, sein Bein war aber auch ganz schön hoch.

Die verständlichen Proteste nutzen jedoch nichts: Andrej Kramaric schlug gleich doppelt zu. Innerhalb von drei Minuten brachte der Kroate die TSG auf die Siegerstraße.

Dabei hatte Union 40 Minuten lang alles im Griff. Rani Khedira hätte die bestens eingestellten Gäste schon früh in Führung bringen müssen, konnte aber aus einem krassen Hoffenheim-Patzer kein Kapital schlagen.

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Albian Hajdari rutschte weg, doch Khedira bekam nicht mehr genug Druck hinter dem Ball, um ihn über den ebenfalls ausgerutschten Oliver Baumann zu lupfen.

Dennoch hielten die Eisernen Hoffenheim gut in Schach. Sie ließen gegen den Champions League-Aspiranten quasi nichts zu - bis zur Elfmeterscheidung. Die Köpenicker protestierten heftig, doch die Entscheidung hielt nach dem Wadentreffer auch dem VAR stand: Elfmeter statt Stürmerfoul.

Andrej Kramaric verwandelt wie gewohnt sicher vom Punkt.
Andrej Kramaric verwandelt wie gewohnt sicher vom Punkt.  © Uwe Anspach/dpa

Rani Khedira macht es nochmal spannend

Die erste Großchance hatte Khedira (r.) noch vergeben, dann war er aber da.
Die erste Großchance hatte Khedira (r.) noch vergeben, dann war er aber da.  © Uwe Anspach/dpa

Eine Sache für Andrej Kramaric. Lässig schickte der Kroate Frederik Rönnow in die falsche Ecke und schob locker ein. Das hatte sich nicht gerade angedeutet, doch für die Eisernen wurde es noch schlimmer. Nur drei Minuten später war Kramaric schon wieder zur Stelle. Diesmal per Kopf.

Union hatte eigentlich alles unter Kontrolle, lag aber wie aus dem Nichts mit 0:2 hinten. Und es sollte noch bitterer kommen. Kaum lief die zweite Halbzeit, erhöhte die TSG durch ein Eigentor von Diogo Leite (47. Minute). Schlimmer hätten die Minuten vor und nach dem Seitenwechsel nicht sein können.

Union aber gab sich noch nicht geschlagen. Khedira brachte die Eisernen wieder ran, auch wenn erst der VAR helfen musste. Robin Braun hatte ein Foul von Ilyas Ansah gesehen, schaute sich die Szene aber noch einmal an. Er korrigierte seine Entscheidung und gab den Treffer. Die richtige Entscheidung. Union war wieder da.

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Die Hauptstädter schürten jetzt Hoffenheim in der eigenen Hälfte ein, glaubten weiter an sich, ein weiterer Treffer sollte aber nicht mehr fallen. So wartet Union weiter auf den ersten Sieg im neuen Jahr, auch wenn sie hier nicht die schlechtere Mannschaft waren.

Statistiken zum Spiel TSG Hoffenheim gegen Union Berlin

TSG 1899 Hoffenheim - 1. FC Union Berlin 3:1 (2:0)

TSG 1899 Hoffenheim: Baumann - Coufal, Hranac, Kabak, Hajdari - Avdullahu - Prömel, Kramaric (83. Prass) - Lemperle (46. Moerstedt), Asllani (78. Bebou), Touré (90.+1 Akpoguma)
1. FC Union Berlin: Rönnow - Doekhi, Querfeld, Leite (75. Burcu) - Haberer, Khedira, Kemlein (83. Kral), Nsoki (54. Köhn) - Jeong (54. Schäfer), Burke (54. Ansah) - Ilic

Schiedsrichter: Dr. Robin Braun (Wuppertal)

Zuschauer: 19341

Tore: 1:0 Kramaric (42./Foulelfmeter), 2:0 Kramaric (45.), 3:0 Leite (47./Eigentor), 3:1 Khedira (68.)

Gelbe Karten: Hajdari (7), Prass (1) / Nsoki (1), Ilic (4)

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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