Berlin - Es hat bis zum fünften Spieltag gedauert, bis Union Berlin seinen ersten Bundesliga-Sieg unter Mauro Lustrinelli (50) feiern konnte. Jetzt müssen die Eisernen diese gute Leistung aber noch bestätigen.
Die Berliner haben die XXL-Länderspielpause offenbar gut genutzt. Der Schweizer Trainer hatte im Vorfeld des 1:0-Erfolgs gegen SV Elversberg angekündigt, dass sich das Team gesteigert habe, und seine Kicker haben Wort gehalten.
Mit dem Toreschießen tat sich der FCU zwar nach wie vor schwer, aber immerhin konnte die Schießbude der Liga seine Abwehrpforten schließen und erstmals zu null spielen.
Dabei hielt Lustrinelli weiter an seinem System mit Viererkette fest und stellte Felix Uduokhai (29) den 23-jährigen Zeno Van Den Bosch zur Seite. Rechts hinten brachte der Union-Coach wenig überraschend Janik Haberer (32) von Anfang an.
Viel wichtiger war aber, dass das Team wieder als geschlossene Einheit auftrat, in der einer für den anderen lief und kämpfte. Die Abstände wurden besser eingehalten und so konnte der FCU endlich wieder seine gefürchtete eklige Spielweise an den Tag legen.
Kann Union Berlin von BVB-Doppelbelastung profitieren?
Ob die Köpenicker damit eine Trendwende eingeleitet haben oder der Sieg gegen den Aufsteiger nur ein Strohfeuer war, müssen sie am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) ausgerechnet gegen Borussia Dortmund unter Beweis stellen.
Immerhin darf der Hauptstadtklub dabei zum zweiten Mal nacheinander in der Alten Försterei antreten und kann auf die Unterstützung der frenetischen Fans bauen.
Dass der derzeitige Tabellenzweite nicht unfehlbar ist, hat zuletzt das 2:2-Unentschieden gegen Werder Bremen gezeigt. Bis zur 88. Minute führten die Schwarz-Gelben mit 2:0 und sahen wie der sichere Sieger aus, bevor die Gäste noch zweimal zuschlugen und einen Punkt aus dem Signal Iduna Park entführten.
Zudem muss die Borussia unter der Woche auch noch eine Reise in den hohen Norden in Kauf nehmen. In der Champions League tritt die Mannschaft von Niko Kovač (54) am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) gegen Bodø/Glimt an. Ob die Lustrinelli-Truppe von dieser Doppelbelastung profitieren kann, wird sich zeigen.
Tabelle 1. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
SC Freiburg | 5 | 14:4 | 13 | |
| 2 |
|
Borussia Dortmund | 5 | 11:4 | 13 | |
| 3 |
|
FC Bayern München | 5 | 16:4 | 11 | |
| 4 |
|
Bayer 04 Leverkusen | 5 | 14:8 | 10 | |
| 5 |
|
RB Leipzig | 5 | 15:5 | 9 | |
| 6 |
|
FC Augsburg | 5 | 13:8 | 8 | |
| 7 |
|
SV Werder Bremen | 5 | 10:10 | 8 | |
| 8 |
|
1. FSV Mainz 05 | 5 | 13:10 | 7 | |
| 9 |
|
SV 07 Elversberg | 5 | 8:8 | 7 | |
| 10 |
|
1. FC Köln | 5 | 8:10 | 7 | |
| 11 |
|
VfB Stuttgart | 5 | 8:9 | 6 | |
| 12 |
|
Hamburger SV | 5 | 5:15 | 6 | |
| 13 |
|
FC Schalke 04 | 5 | 4:6 | 5 | |
| 14 |
|
Eintracht Frankfurt | 5 | 9:16 | 5 | |
| 15 |
|
SC Paderborn 07 | 5 | 3:7 | 4 | |
| 16 |
|
1. FC Union Berlin | 5 | 5:17 | 4 | |
| 17 |
|
TSG 1899 Hoffenheim | 5 | 9:13 | 3 | |
| 18 |
|
Borussia Mönchengladbach | 5 | 7:18 | 0 | |
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.