Chemie Leipzig hätte gegen den FSV Zwickau niemals mit elf Akteuren zu Ende spielen dürfen
Leipzig - Durch einen überzeugenden Auftritt hat sich die BSG Chemie Leipzig am Samstag nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2 gegen den FSV Zwickau erkämpft. Einen großen Anteil am Punktgewinn hatte Philipp Kühn (23) durch seine beiden Kopfballtreffer. Doch der Torschütze hätte eigentlich nicht 90 Minuten auf dem Rasen stehen dürfen.
In der 27. Minute kam der Angreifer bei einem Zweikampf gegen Daniel Haubner (27) viel zu spät und erwischte den FSV-Kapitän am Fuß. Dafür gab es völlig berechtigt die Gelbe Karte für Kühn.
In der 90. Minute versuchte Grün-Weiß noch einmal alles, um den Sieg im Alfred-Kunze-Sportpark doch noch zu erringen. Zu viel, denn der 23-Jährige ließ sich ohne Gegnereinwirkung im Strafraum fallen und forderte Elfmeter.
Schiedsrichter Benjamin Strebinger (25) hatte das natürlich gesehen und gab Kühn wieder Gelb, wodurch er hätte eigentlich vom Platz fliegen müssen. Doch die Rote Karte blieb in der Tasche.
Die Aufklärung ist extrem undurchsichtig. Denn offenbar wurde Kühns erste Verwarnung stattdessen Mitspieler Malick Sanogo (22) zugeschoben, obwohl der am Foul absolut keine Anteilnahme hatte.
"Also die erste Gelbe Karte wurde Malik gegeben. Aus irgendwelchen Gründen, die ich auch nicht selber verstehen konnte. Ich hab’ auch ganz klar gesagt, dass ich es war. Er hat Malik trotzdem die Gelbe Karte gegeben. Wir haben dann in der Halbzeit noch einmal gesprochen, er hat auch seinen Fehler eingesehen. Aber es ist ja zum Glück keiner vom Platz geflogen, deswegen ist es jetzt nicht Thema", zeigte sich Kühn nach Abpfiff bei "Sport im Osten" verwirrt und erleichtert.
Chemie Leipzigs Philipp Kühn in Berlin dabei
Ob der Platzverweis in der 90. Minute tatsächlich noch einmal einen Vorteil für die Zwickauer gebracht hätte, lässt sich natürlich nicht sagen. Klar ist aber, dass Kühn somit beim Spiel am kommenden Mittwoch bei Tasmania Berlin (19 Uhr) dabei sein darf.
Enorm wichtig für die Chemiker, die jede Hilfe brauchen können, die Tore schießt.
Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg
