Ratifo halten, Testspielkracher, Trainingslager: So intensiv plant Chemie Leipzig den Sommer

Leipzig - Pause bei der BSG Chemie Leipzig! Eine lange, kräftezehrende Saison voller Tiefschläge, gerade in der Hinrunde, ist am vergangenen Wochenende versöhnlich zu Ende gegangen. Grün-Weiß hat durch eine beeindruckende Siegesserie den Klassenerhalt geschafft und sammelt nun Kräfte, um in der nächsten Saison wieder anzugreifen.

Stanley Ratifo (31) soll auch in der kommenden Spielzeit für die BSG Chemie Leipzig auf Torejagd gehen. Der Verein möchte ihn unbedingt halten.  © Picture Point / Roger Petzsche

Während es sich die Spieler auf Mallorca gut gehen lassen, genießt Trainer Alexander Schmidt (57) momentan die italienische Sonne.

So richtig Urlaub ist es aber nicht, wenn ständig das Telefon klingelt. Der Kader für die kommende Spielzeit muss zusammengebastelt werden. "Ich bin schon oft am Handy aktuell. Aber das ist auch positiv, weil man schon merkt, dass Chemie für Spieler attraktiv ist", so der Coach gegenüber TAG24.

Unter anderem braucht es ja einen Ersatz für Nils Lihsek (26), der sich Ligakonkurrent Erzgebirge Aue angeschlossen hat.

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Zudem sollen feste Größen wie Stanley Ratifo (31) gehalten werden. "Er ist extrem wichtig für uns, ist hier absoluter Publikumsliebling. Er muss sich bewusst sein, dass das ein hohes Gut ist, auch für ihn. Wer weiß, wie es in einem anderen Verein laufen würde", so Schmidt, der natürlich weiß, dass Aue und Halle schon angeklopft haben.

Chemie war aber selbst auch schon auf dem Transfermarkt tätig. Zudem wurden Vertragsverlängerungen eingetütet. Details sollen in den nächsten Tagen folgen. Ob man noch mehr machen muss, wird sich in den kommenden Wochen erst zeigen. Je nachdem, ob es noch weitere Abgänge geben wird.

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Chemie Leipzigs Trainer Alexander Schmidt (57) möchte in der nächsten Spielzeit mit seiner Mannschaft nicht wieder unten drin stehen.  © Picture Point / Roger Petzsche

BSG Chemie Leipzig testet unter anderem gegen den 1. FC Magdeburg

Zweitligist 1. FC Magdeburg wird im Juli zum Testspiel ins AKS kommen.  © Julius Frick/dpa

In Leutzsch hat es in den letzten zwei Jahren definitiv gute Nerven gebraucht. Zwei Mal war Chemie nahe dran am Abstieg. Die Fans mussten leiden, waren aber immer da, um die Mannschaft nach vorn zu peitschen. Jetzt soll es ruhiger werden auf dem Platz.

"Wir wollen nicht wieder so eine Saison haben, wo wir so extrem gegen den Abstieg spielen und die ganze Zeit Kopfschmerzen haben, dass das nächste Spiel ein Endspiel sein könnte", so der Trainer klar. Auf ein konkretes Ziel möchte sich die BSG aber noch nicht festlegen. Das gesicherte Mittelfeld wird wohl aber angepeilt.

Dafür wird ab 15. Juni wieder hart gearbeitet. Dann beginnt die Vorbereitung der Chemiker.

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Unter anderem wird es einen Testspielkracher gegen Zweitligist 1. FC Magdeburg am 12. Juli im Alfred-Kunze-Sportpark geben.

Einen Tag später reisen die Sachsen bis zum 18. Juli ins Trainingslager nach Südtirol. Dort wird ein Freundschaftsspiel gegen den österreichischen Zweitligisten FC Wacker Innsbruck ausgetragen.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 34 65:30 72
2 FC Carl Zeiss Jena 34 65:35 72
3 FSV Zwickau 34 52:44 64
4 Hallescher FC 34 63:36 63
5 FC Rot-Weiß Erfurt 34 68:47 61
6 VSG Altglienicke 34 50:40 53
7 Chemnitzer FC 34 56:52 51
8 BFC Preussen 34 50:55 50
9 1. FC Magdeburg II 34 61:55 49
10 FSV 63 Luckenwalde 34 36:45 43
11 SV Babelsberg 03 34 67:65 41
12 BFC Dynamo 34 45:50 40
13 BSG Chemie Leipzig 34 43:49 40
14 Hertha BSC II 34 46:60 40
15 Greifswalder FC 34 40:45 38
16 ZFC Meuselwitz 34 44:61 33
17 FC Eilenburg 34 35:68 23
18 Hertha 03 Zehlendorf 34 30:79 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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