17 Punkte trotz des Hammer-Spielplans: CFC feiert besten Start seit Abstieg 2020

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Chemnitz - Ein frühes und ein spätes Tor, zahlreiche Großchancen, zwei Abseitstore für die Gastgeber, zwei Platzverweise für Jena, Pyrotechnik, Spielunterbrechung, Tumulte nach dem Abpfiff: Das 1:1 (0:1) des Chemnitzer FC gegen den FC Carl Zeiss war dramatisch, unterhaltsam, hochemotional.

David Vogt (25) sorgte in der Nachspielzeit für den Ausgleich.
David Vogt (25) sorgte in der Nachspielzeit für den Ausgleich.  © IMAGO / Nordphoto

David Vogt (25) rettete den Himmelblauen vor über 8400 Zuschauern in der siebten Minute der Nachspielzeit mit seinem Tor das verdiente Remis. Die Chemnitzer bleiben in der Fußball-Regionalliga Nordost ungeschlagen. Sie feierten das späte Unentschieden wie einen Sieg.

"Ich habe meinen Jungs gesagt: So absurd es klingt, um zu wachsen in diesem Prozess, ist es vielleicht sogar mal wichtiger, mit dem Abpfiff das 1:1 zu erzielen, die Stimmungslage mitzunehmen. Gegen einen starken Gegner sind wir einmal mehr ungeschlagen geblieben", erklärte Trainer Benjamin Duda (38).

17 Punkte, 16:3 Tore - nach dem Drittliga-Abstieg 2020 ist der CFC noch nie so stark in eine Saison gestartet! Die Euphorie ist groß. Die Stimmung so gut wie lange nicht.

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Duda: "Wenn ich sehe, in der 95. Minute gegen Jena beim Stand von 0:1, das ganze Stadion steht, ist lauter als im Derby gegen den Schacht. Das sind so viele emotionale, intensive, leidenschaftliche Punkte, die zeigen, dass wir aktuell eine richtig gute Verbindung zu unseren Fans haben. Das ist das, was nach diesem Spiel zählt. Das nehmen wir positiv mit."

72 Stunden nach dem 2:0-Sieg beim amtierenden Meister 1. FC Lok Leipzig brannte die Duda-Elf nach dem Rückstand durch Emilio Munser (18, 4. Minute) ein Offensiv-Feuerwerk ab. Das Tor fiel erst, als Jena mit zwei Mann weniger auf dem Platz stand. Manasse Eshele (27, 45.) und Sören Reddemann (30, 90.+5) hatten Gelb-Rot gesehen.

"So ist Fußball. In Leipzig haben wir drei Chancen und erzielen zwei Tore. Heute hatten wir zehn und machen eins", meinte Sportdirektor Chris Löwe (37) nach dem irren Ostklassiker. "Passiert. Weiter geht's. Entscheidend war die Leistung. Und die war top."

Das sowieso schon hitzige Duell musste wegen der zahlreichen Pyrotechnik, die auf der Südtribüne zum Einsatz kam, in der zweiten Halbzeit unterbrochen werden.
Das sowieso schon hitzige Duell musste wegen der zahlreichen Pyrotechnik, die auf der Südtribüne zum Einsatz kam, in der zweiten Halbzeit unterbrochen werden.  © Picture Point / Gabor Krieg

CFC-Coach Benjamin Duda zeigt sich von Mannschaft begeistert: "Sie macht unheimlich viel Freude"

CFC-Coach Benjamin Duda (38) freute sich über die hochemotionale Stimmung bei den Fans: "Das ganze Stadion steht, ist lauter als im Derby gegen den Schacht."
CFC-Coach Benjamin Duda (38) freute sich über die hochemotionale Stimmung bei den Fans: "Das ganze Stadion steht, ist lauter als im Derby gegen den Schacht."  © Picture Point / Gabor Krieg

Duda sah das nicht anders: "Jena hat in Unterzahl fantastisch, leidenschaftlich, aufopferungsvoll verteidigt. Deshalb sollten wir nicht nach den Sternen greifen, sondern das 1:1 als Punktgewinn betrachten. Meine Mannschaft ist topfit. Sie macht unheimlich viel Freude."

17 Punkte zu diesem Zeitpunkt – damit haben die wenigsten gerechnet, als der NOFV im Juli den Spielplan veröffentlichte. Von den sieben Gegnern waren mit Lok, Jena, Halle und Zwickau die vier Topteams der vergangenen Saison dabei. Hinzu kam Drittliga-Absteiger Aue. Drei dieser Partien gewann das Duda-Team, zwei endeten unentschieden.

Löwe betonte: "Wir sollten demütig bleiben. 17 aus sieben - das ist eine brutale Quote bei dem Programm, das wir hatten. Chapeau! Jetzt haben wir Pokal. Dann geht's ja schon weiter mit dem nächsten Brett."

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Am 11. September bei der VSG Altglienicke.  

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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