"Bin offen für alles!" Wechselt Walther wie sein Vater vom CFC zum FC Erzgebirge Aue?
Chemnitz - Vier Jahre lang spielte Hendrik Liebers (50) in der 2000er-Jahren für den FC Erzgebirge Aue, lief unter Trainer Gerd Schädlich (†69) 70-mal in der 2. Fußball-Bundesliga auf. Sein Sohn Niclas Walther (23) trat in die Fußstapfen des Vaters.
Von klein auf spielte er für den Chemnitzer FC. In diesem Sommer wird der 23-Jährige erstmals Heimatverein und Heimatstadt verlassen. TAG24 wollte von Walther wissen: Führt sein Weg wie der seines Vaters ins Lößnitztal?
"Dazu werde ich mich nicht äußern", lautete die Antwort. Walther weiter: "Ich habe noch nichts Konkretes. Man wird sehen, wie sich alles in den kommenden Wochen entwickelt."
Fakt ist: Die Fahrten zu den Heimspielen seines Sohnes werden für Vater Hendrik, der in den vergangenen Jahren kaum ein CFC-Heimspiel verpasste, ab der neuen Saison länger dauern.
Auch beim 3:2 gegen den FSV Zwickau saß der gebürtige Karl-Marx-Städter am Samstag auf der Tribüne. Er sah ein Traumtor von Niclas. Walther nagelte in der 52. Minute mit einem fulminanten Linksschuss den Ball unter den Querbalken.
"Ich habe mich riesig auf das Derby gefreut und den gesamten Tag sehr genossen. Es war sehr emotional: die Verabschiedung vorm Spiel, das erste Saisontor zum 1:0 – alles hat gepasst", meinte der Abwehrmann.
Ist auch eine Zukunft beim FSV Zwickau möglich?
In 126 Regionalliga-Einsätzen für den CFC war das sein vierter Treffer: "Tore von mir haben Seltenheitswert. Ich habe noch geschrien, dass Dejan Bozic (33) den Ball zu mir herüberspielen soll. Dass er dann so reingeht, war super. Den Jubel mit den Teamkollegen direkt vor der Südtribüne habe ich einfach genossen. Der Spirit in unserer Mannschaft ist einfach überragend."
Den aus Chemnitz stammenden FSV-Torhüter Lucas Hiemann (26) kennt er aus gemeinsamen Zeiten im CFC-Nachwuchsleistungszentrum und auf dem Sportgymnasium: "Privat haben wir beide aber nicht den großen Kontakt", verriet Walther.
Das könnte sich demnächst ändern. Wenn nicht Aue, dann vielleicht der FSV Zwickau? Walther: "Ich bin offen für alles! Wenn es ein Verein in der Region wird, ist es so. Wenn es ein Verein außerhalb der Region wird, ist es so. Ich habe da keine Präferenz."
Einmal trägt Walther noch das Trikot der Himmelblauen: am Samstag beim BFC Dynamo.
Titelfoto: Bildmontage: PICTURE POINT/ S.Sonntag, (2)

