CFC-Spieler sprechen sich ohne Trainerteam aus und schwören sich auf Tasmania ein
Chemnitz - "Die Sinne sind geschärft", betont CFC-Trainer Benjamin Duda (38) vor dem Auswärtsspiel der Chemnitzer am Sonntag (14 Uhr) bei Tasmania Berlin. Der Tabellenzweite der Fußball-Regionalliga Nordost reist zum Liga-Neuling - das klingt nach einer lösbaren Aufgabe.
Doch Vorsicht! Die Berliner holten aus den vergangenen beiden Spielen optimale sechs Punkte. Der CFC erkämpfte nur einen Zähler - beim 1:1 gegen den BFC Dynamo. Eine Woche später verlor er daheim gegen den 1. FC Magdeburg II. mit 1:2.
Dass diese Niederlage unnötig und vermeidbar war, darüber herrschte im Lager der Himmelblauen Einigkeit. Erstmals in dieser Saison gab die Duda-Elf eine Führung aus der Hand.
"Dieser Fakt war ein wesentlicher Bestandteil der Analyse. Wir haben die Woche genutzt, um die Sinne zu schärfen. Wir müssen noch strategischer mit unserer Leistung bzw. mit dem jeweiligen Ergebnis in der Spieldynamik umgehen", erklärte Duda.
Johannes Pistol (24), der die Chemnitzer gegen Magdeburg in der 58. Minute in Führung geschossen hatte, verriet, dass die Spieler die zweite Saisonpleite zunächst intern kritisch aufgearbeitet hatten: "Wir haben über einige Dinge gesprochen, kleine Stellschrauben gedreht. Danach gab es die Analyse vom Trainer mit einer guten Ansprache. Damit war das Thema für uns als Mannschaft dann auch abgeschlossen. Der Blick geht nach vorn."
CFC-Coach Duda vor Duell mit Berlin: "Müssen diese Aufgabe sehr sensibel, respektvoll und mit der richtigen Strategie angehen"
Duda erklärte: "Meine Mannschaft ist sehr selbstkritisch mit dem 1:2 umgegangen. Es gab einige richtig gute Impulse aus der Gruppe. Spätestens zur Wochenmitte waren wir wieder voll im Arbeitsmodus. Man hat gesehen, dass meine Spieler sehr scharf und sehr gewillt sind, am Sonntag die nächsten Punkte zu holen."
Die Chemnitzer treffen in der Hauptstadt auf einen Gegner, der sich laut Duda im Laufe der bereits absolvierten 14 Spieltage sehr gewandelt hat - auch personell.
"Ich habe das mal verglichen: Aus der Startelf vom 2. Spieltag tauchten bei den letzten beiden Siegen gegen Babelsberg und Stahnsdorf nur noch drei, vier Spieler in der Anfangsformation von Tasmania auf. Das war auch das erste Mal in dieser Saison, dass sie mit ein und derselben Startelf spielen konnten", so der CFC-Coach.
Duda verwies zudem auf den "sehr speziellen Standort in Berlin-Neukölln. Ganz schmaler Platz. Wir müssen diese Aufgabe sehr sensibel, respektvoll und mit der richtigen Strategie über die kompletten 90 Minuten angehen."
Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

