Gehen oder bleiben: Wie reagiert Trainer Tiffert auf das Finanzloch und den Sparkurs beim CFC?

Chemnitz - Der große Knall beim Chemnitzer FC und der Tag danach: Sieben Spieler müssen den Verein verlassen. Der Regionalligist fährt ab sofort einen strikten Sparkurs. Von der Rückkehr in die 3. Liga spricht keiner mehr!

Von der 3. Liga ist bei CFC-Trainer Christian Tiffert (41) momentan gar keine Rede.
Von der 3. Liga ist bei CFC-Trainer Christian Tiffert (41) momentan gar keine Rede.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Wie reagiert Trainer Christian Tiffert (41), der im März 2022 den beurlaubten Daniel Berlinski als Chefcoach beerbte und bis Ende Juni 2024 vertraglich an die Himmelblauen gebunden ist, auf die jüngste Entwicklung?

"Es gibt zwei Möglichkeiten: Ich kann nach dem Pokalfinale am 3. Juni meine Sachen packen und gehen. Oder ich nehme die Herausforderung an. Ich werde Letzteres tun", betonte der ehemalige Bundesligaprofi am Freitag.

Noch vor zwei Wochen hatte Tiffert gehofft, mit einem schlagkräftigen Team in die neue Saison starten zu können. Immerhin winkt dem Meister der Nordost-Staffel in einem Jahr der direkte Aufstieg in die 3. Liga.

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Doch am Donnerstag platzte die Bombe. Der CFC geht erneut mit einem kräftigen Minus im sechsstelligen Bereich aus der Saison. Die Konsequenzen für den sportlichen Bereich liegen auf der Hand.

"Wir werden vermehrt auf junge Talente setzen, die wir gemeinsam mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum und unseren erfahrenen Akteuren zu einer Mannschaft formen wollen", kündigte Sport-Geschäftsführer Marc Arnold (52) an.

CFC-Coach Tiffert glaubt an eine wettbewerbsfähige Mannschaft

Das Wort schlagkräftig nahm Tiffert am Freitag nicht wieder in den Mund. Er sagte: "Stand heute haben wir 16 Mann unter Vertrag. Wir sind nicht in der Lage, im Sommer Spieler von außerhalb zu holen, die viel Geld kosten."

Der Coach ist dennoch zuversichtlich, mit einer Mannschaft in die neue Saison zu gehen, "die wettbewerbsfähig ist. Wir werden kleinere Brötchen backen und Spieler weiterentwickeln. Und wir sollten geduldig bleiben, denn wir werden einige Wellentäler durchlaufen."

Die gab es bereits in dieser Saison - mit einer starken, erfahrenen Mannschaft. Die verabschiedet sich am Sonntag aus der Regionalliga-Saison. Gegner ist Drittliga-Absteiger FC Viktoria 1899 Berlin. Gegen den Hauptstadt-Klub konnte der CFC noch nie gewinnen.

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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