Löhmannsröben lobt den CFC über den grünen Klee: "Hier gibt es keine Diva"
Chemnitz - "Was uns antreibt, ist nicht der Gegner. Wir sind jetzt in der Rolle des Gejagten und das haben wir uns verdient", lautet die klare Ansage von Jan Löhmannsröben vor dem Spitzenspiel beim BFC Dynamo am Sonntagnachmittag (14 Uhr). Der Chemnitzer FC ist mit 16 Punkten das beste Auswärtsteam der Liga, die Hohenschönhausener dagegen mit selbiger Ausbeute im heimischen Sportforum das stärkste Heimteam. Wer kann seine Form bestätigen?
"Wir gucken nur auf uns und wollen die Welle weiterreiten", unterstreicht der 35-jährige Routinier. Zweifelsohne ist er eine der Korsettstangen in der Elf von Benjamin Duda (38), geht mit seiner Mentalität, seinem Einsatzwillen und seiner Zweikampfführung voraus. Wie er vergangenes Wochenende seine Rettungstat bei der Eingabe vom Erfurter Dustin Forkel (21) feierte, zeigt, was für ein emotionaler Leader er ist.
Genau solche Spielertypen tun dem Club gut und hat man in der Vergangenheit eher selten in den eigenen Reihen gehabt.
Überhaupt stimmt der Mix, den Sportdirektor Chris Löwe (37) im Sommer zusammengestellt hat. "Da haben die Jungs gute Arbeit geleistet", lobt Löhmannsröben, für den der CFC der elfte unterschiedliche Verein in den vergangenen zehn Jahren ist.
Doch was ist diesmal anders, besser als anderswo? "Es ist eine hungrige, intakte und charakterlich starke Mannschaft. Hier gibt es keine Diva. Das Team ist der Star! Und was ganz wichtig ist: Du hast hier Ruhe im Verein", hebt der Abwehrspieler hervor.
CFC-Sonderzug restlos ausverkauft
Dazu merkt man, dass das Umfeld euphorisiert ist wie lange nicht.
Klar, in den vorigen Spielzeiten versackten die Himmelblauen recht schnell im grauen Mittelmaß.
Jetzt marschieren sie vorneweg und wollen das auch nach dem Sonntagnachmittag noch tun.
Begleitet wird der Club dabei von einer stattlichen Anzahl an Schlachtenbummlern.
Der Sonderzug - der erste seit elf Jahren - ist mit 500 Mitfahrern restlos ausverkauft.
Titelfoto: IMAGO/Steinsiek.ch

