Nach Sprung an die Spitze: Verlängert CFC-Trainer Duda vorzeitig seinen Vertrag?
Chemnitz - Acht Trainer standen seit Oktober 2013 beim Chemnitzer FC an der Seitenlinie. Nur zwei hielten sich länger als zwei Jahre im Amt: Christian Tiffert (44) und dessen Nachfolger Benjamin Duda (38).
Tiffert musste im September 2024 vorzeitig gehen. Die Himmelblauen waren in den Abstiegsstrudel geraten. Duda holte die Mannschaft da raus, führte sie ins gesicherte Mittelfeld.
Nach der enttäuschenden Mittelmaß-Saison 2025/26 wurde der Kader der Himmelblauen neu strukturiert, mit reichlich Erfahrung bestückt und verstärkt.
Die Mannschaft war am ersten Trainingstag komplett. Duda schwörte seine Jungs frühzeitig auf das gemeinsame Saisonziel ein. Das Ergebnis: neun Siege, nur eine Niederlage, Spitzenreiter nach zwölf Spieltagen.
Wer Erfolg hat, weckt Begehrlichkeiten. Das gilt nicht nur für die Spieler, die meist zügig Offerten von höherklassigen Vereinen erhalten. Das gilt auch für den Trainer.
Der Vertrag von Duda, seit dem 8. September 2024 beim CFC, läuft im kommenden Jahr aus. Sportdirektor Chris Löwe (37) äußerte sich in der Halbzeitpause des Spitzenspiels gegen Erfurt (3:1) erstmals zu seinen Plänen.
"Wenn du so erfolgreich bist, ist doch klar, dass man die Zusammenarbeit verlängern will", betonte Löwe im MDR: "Ich glaube nicht, dass bis Dezember Zeit dafür ist. In der Winterpause werden wir sicher darüber reden."
CFC-Sportdirektor Löwe: "Haben Benni immer den Rücken gestärkt"
Löwe blickte einige Monate zurück in jene Zeit, als es für den CFC nicht so gut lief, als die Mannschaft im Landespokal-Halbfinale gegen Erzrivale Erzgebirge Aue die Segel streichen musste.
"Wir haben an ihm festgehalten, haben Benni immer den Rücken gestärkt. Ich glaube, das ist etwas, was er sehr positiv mit aufnimmt", sagte der Sportdirektor.
Duda hatte Anfang September gegenüber TAG24 erklärt: "Zwei Jahre Chemnitz sind nur eine Zwischenstation. Ich werde weiterhin mit allem, was ich habe, arbeiten, um mit dem Verein, mit meiner Mannschaft erfolgreich zu sein und die schon lange Zeit für einen Trainer vielleicht sogar noch nennenswert zu verlängern. Das ist mein Wunsch, mein Ziel, meine Ambition."
Das klang nicht nach Abschied im Sommer 2027.
Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

