Wildes Sieben-Tore-Spiel in Neukölln: CFC führt, zittert, siegt und bangt um verletzten Slamar

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Berlin/Chemnitz - Was war das für ein wilder Ritt durch Berlin-Neukölln? Der Chemnitzer FC verspielte am Sonntag in der Hauptstadt zweimal eine Zwei-Tore-Führung. Dann schlug Ron Berlinski zu und rettete den Himmelblauen beim Liga-Neuling Tasmania Berlin einen knappen 4:3 (2:1)-Sieg.

Innenverteidiger Dennis Slamar musste noch vor dem Halbzeitpfiff verletzt raus.
Innenverteidiger Dennis Slamar musste noch vor dem Halbzeitpfiff verletzt raus.  © Marcus Hengst

Trainer Benjamin Duda änderte seine Startformation gegenüber der Vorwoche (0:1-Heimniederlage gegen Magdeburg II.) auf drei Positionen. Jan Löhmannsröben kehrte nach seiner Sperre (5. Gelbe Karte) für Justin Gröger in die Innenverteidigung zurück.

Jonas Marx lief neben Berlinski als zweite Sturmspitze auf. Für Marx musste David Vogt auf die Bank. Außerdem fehlte Tom Baumgart. Der plagte sich in dieser Woche mit einem grippalen Infekt herum, verpasste einen Großteil der Trainingseinheiten und wurde durch Tobias Stockinger ersetzt.

Die offensive Grundausrichtung der Himmelblauen machte sich schnell bezahlt. Johannes Pistol brachte die Gäste nach einer Viertelstunde mit einem Schuss aus der Distanz in Führung. Kurz darauf schlug Marx zu. Der Angreifer traf nach Zuspiel von Stockinger ins lange Eck: 2:0!

CFC-Spieler sprechen sich ohne Trainerteam aus und schwören sich auf Tasmania ein
Chemnitzer FC CFC-Spieler sprechen sich ohne Trainerteam aus und schwören sich auf Tasmania ein

Vor den beiden Toren musste David Richter sein Können zeigen. Konstantinos Grigoriadis hatte im Strafraum etwas zu viel Platz und zog ab. Der CFC-Schlussmann klärte stark mit einer Fußabwehr (15.).

Als Innenverteidiger Dennis Slamar fünf Minuten vor dem Pausenpfiff nach einem Zusammenprall im Mittelfeld verletzungsbedingt an der Seitenlinie behandelt werden musste, konnten die Berliner durch Erich Berko verkürzen. Der Stürmer staubte aus kurzer Distanz ab. Für Slamar ging es nicht weiter. Er musste mit Verdacht auf Schulterverletzung noch vor dem Halbzeitpfiff ausgewechselt werden.

Jonas Marx, der sich in dieser Szene behaupten kann, erhöhte in der 20. Minute auf 2:0.
Jonas Marx, der sich in dieser Szene behaupten kann, erhöhte in der 20. Minute auf 2:0.  © Marcus Hengst

Tasmania beendete das Spiel in Unterzahl

Jubel beim CFC: Johannes Pistol (2.v.r.) brachte die Chemnitzer in der 17. Minute in Führung.
Jubel beim CFC: Johannes Pistol (2.v.r.) brachte die Chemnitzer in der 17. Minute in Führung.  © Marcus Hengst

Nach dem Seitenwechsel sorgte Kapitän Andreas Geipl mit seinem Schuss aus dem Rückraum für das 3:1 (48.). Erneut schafften die Hausherren den Anschluss. Roman Eppendorfer verursachte einen Strafstoß.

Berko trat an, scheiterte an Richter, der den Ball an den Pfosten lenkte. Im Nachsetzen bugsierte Jamilu Collins die Kugel über die Linie (52.).

Sechs Minuten später musste Richter erneut hinter sich greifen: Rintaro Yajima netzte eiskalt zum 3:3 ein.

CFC-Torjäger Berlinski: "So eine Niederlage kann passieren. Mund abputzen. Weitermachen!"
Chemnitzer FC CFC-Torjäger Berlinski: "So eine Niederlage kann passieren. Mund abputzen. Weitermachen!"

In der 69. Minute brachte Berlinski die Sachsen wieder nach vorn. Nach einem Pass in die Tiefe ließ der Routinier Torwart Mateusz Mika aussteigen und schob ins leere Tor ein.

Tasmania beendete das Spiel in Unterzahl: Pedro Vitor sah in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte. Weil sich Trainer Pardis Fardjad-Azad darüber zu heftig beschwerte, bekam er von Schiedsrichter Sirko Mücke die Rote Karte gezeigt.

Titelfoto: Marcus Hengst

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