Eintracht baut um! Sportdirektor Hardung bekommt deutlich mehr Verantwortung
Von Jana Glose
Frankfurt am Main - Die Suche nach einem Ersatz für Markus Krösche (46) läuft. Doch das ist nicht alles. Eintracht Frankfurt hat nach dem Aus des Sportvorstands die Zuständigkeiten in der sportlichen Führung außerdem neu geregelt.
Sportdirektor Timmo Hardung übernimmt den Angaben des Klubs zufolge ab sofort zusätzliche Aufgaben und außerdem mehr Verantwortung.
Der 36-Jährige ist demnach nun auch für das Nachwuchsleistungszentrum der Frankfurter und den medizinischen Bereich zuständig, die beide zuvor je an den Sportvorstand berichtet hatten.
Während die Verantwortung für den Frauenfußball weiter beim Sportvorstand und so interimistisch bei Axel Hellmann (55) bleibt, soll sich Hardung in enger Abstimmung mit dem Vorstandschef jetzt vermehrt auf die "Stärkung der Effizienz in den einzelnen Einheiten des sportlichen Bereichs und die Vorbereitung des Wintertransferfensters konzentrieren", heißt es in der Mitteilung der SGE.
"Wir wollen in der aktuellen Phase bis zur Aufnahme der Tätigkeit eines neuen Sportvorstands die Verantwortlichkeiten bündeln und die Effizienz der Arbeit in den einzelnen Bereichen erhöhen. Timmo Hardung hat bis auf Weiteres den Auftrag, alle sportlichen Einheiten im Männerfußball zu führen", erklärte Hellmann.
Eintracht Frankfurt holt Ex-Profi Sebastian Rode näher ans Team
Parallel dazu bindet die Eintracht den Ex-Kapitän Sebastian Rode enger in den Profibereich ein.
Der 36-Jährige setzt sein kürzlich begonnenes Trainee-Programm ab dem 1. November im sportlichen Bereich fort und begleitet verstärkt die tägliche Arbeit rund um die Mannschaft.
Dabei soll er als zusätzlicher Ansprechpartner für Spieler und Trainerteam sowie Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainerteam und sportlicher Organisation des Bundesligisten dienen.
Krösche war Mitte Oktober auf eigenen Wunsch nach mehr als fünf Jahren bei der SGE freigestellt worden. Er gilt als Kandidat für den Posten des Sportdirektors beim italienischen AC Mailand.
Als möglicher Nachfolger in der Mainmetropole wird in den Medien derzeit über ein anstehendes Engagement von Joti Chatzialexiou (50) spekuliert. Derzeit übt er das Amt des Sportvorstands beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg aus.
Titelfoto: Soeren Stache/dpa

