Frankfurt-Trainer Hütter wird zum Koch-Fan: "Er ist ein Führungsspieler"

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Von Claas Hennig

Frankfurt am Main - Robin Kochs (30) schärfster Kritiker sitzt auf der Bank. Eintracht Frankfurts Kapitän wurde vom eigenen Trainer infrage gestellt. Nach dem Pokalerfolg beim HSV gibt es viel Lob - auch von Adi Hütter (56).

Nach dem Pokal-Sieg in Hamburg gab es viel Lob für Eintracht-Kapitän Robin Koch - auch von Trainer Adi Hütter (56, M.).
Nach dem Pokal-Sieg in Hamburg gab es viel Lob für Eintracht-Kapitän Robin Koch - auch von Trainer Adi Hütter (56, M.).  © Marcus Brandt/dpa

Über die eigene Leistung redete Robin Koch nicht. Das taten andere für ihn nach dem 3:1 im DFB-Pokal.

"Robin hat ein sensationelles Spiel wieder gemacht. Auf ihn ist eigentlich immer Verlass und er hat den Laden da wieder zusammengehalten", sagte der einstige Fußball-Weltmeister Mario Götze (34) über seinen Teamkollegen.

Selbst Trainer Hütter ließ sich zu einem Lob für den Abwehrchef und Torschützen zum 1:0 bewegen. "Das ist der Robin, den wir alle sehen wollen in Frankfurt", sagte er. 

Mit seinem Treffer zum 1:0 für die Frankfurter leitete Koch (30, l.) den Sieg der Hessen ein.
Mit seinem Treffer zum 1:0 für die Frankfurter leitete Koch (30, l.) den Sieg der Hessen ein.  © Marcus Brandt/dpa

Kochs Tiefpunkt beim 0:6 in Leipzig

16 Tage zuvor klangen die Worte des Österreichers ganz anders, als er nach dem 0:6-Desaster bei RB Leipzig in der Bundesliga auf Koch angesprochen war. Hütter hatte seinen Kapitän sogar schon in der Halbzeitpause aus dem Spiel genommen.

"Ich habe Robin Koch erlöst, weil ich erwarte mir von einem Kapitän und Führungsspieler etwas anderes", hatte Hütter damals gesagt.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Frankfurter bereits 16 Gegentore in fünf Bundesliga-Spielen kassiert.

Beim 0:6-Debakel in Leipzig wechselte Hütter seinen Kapitän bereits in der Halbzeit aus.
Beim 0:6-Debakel in Leipzig wechselte Hütter seinen Kapitän bereits in der Halbzeit aus.  © Florian Wiegand/dpa

Hütter: "Koch ist ein super Verteidiger"

Drei Pflichtspiele später hat die Eintracht nur noch zwei weitere Treffer hinnehmen müssen - mit dem Abwehrchef Koch. Und die Äußerungen von Hütter klingen ganz anders.

Was doch ein 1:0 gegen den 1. FC Köln, eine gute Leistung trotz des 0:1 bei Borussia Dortmund und nun der Zweitrunden-Sieg im DFB-Pokal bewirken können.

"Ich habe ihn schon speziell nach dem Köln-Spiel gelobt. Er hat auch in Dortmund eine sehr ordentliche Leistung gebracht und hat heute wieder ein Topspiel gemacht", sagte der Trainer.

"Ich weiß, dass er einfach ein super Verteidiger ist, der absolut torgefährlich und ein Führungsspieler ist", sagte der 56-Jährige. "Und jetzt zeigt er es."

Robin Koch zu möglichem Elfer-Foul: "Kann man so laufen lassen"

Die Entscheidungen von Schiedsrichter Tobias Stieler (45, l.) stießen bei den Hamburgern nicht immer auf Zustimmung.
Die Entscheidungen von Schiedsrichter Tobias Stieler (45, l.) stießen bei den Hamburgern nicht immer auf Zustimmung.  © Marcus Brandt

Mit seinem Tor zum 1:0 in der 56. Minute leitete Koch gegen den HSV den Sieg ein, in der Defensive war er der Stabilisator. "Er ist extrem wichtig für uns", sagte Koch in der ARD über den Erfolg.

Der 30-Jährige hatte allerdings auch Glück, dass nach einem Block im Strafraum gegen Hamburgs Zakaria El Ouahdi (24) sowohl der Pfiff von Schiedsrichter Tobias Stieler (45) als auch die Intervention des VAR ausblieben.

"Klar war das ein starker Aufprall. Ich glaube aber, man kann das so laufen lassen", sagte Koch zu der Szene beim Stand von 0:0 in der 35. Minute.

Titelfoto: Bildmontage: Florian Wiegand/dpa, Marcus Brandt/dpa

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