Ex-Eintracht-Profi Hinteregger bereut Rücktritt nicht: "Weit besseres Leben"

Frankfurt am Main/Sirnitz (Österreich) - Martin Hinteregger kann sich eine Rückkehr in den Profifußball nicht vorstellen. Er dürfe nun ein freies Leben führen, erklärte der 30-Jährige. Auch zum Wirbel um den "Hinti-Cup" äußerte er sich.

Ex-SGE-Star Martin Hinteregger (30) bereut seinen Rückzug aus dem Profifußball in keiner Weise.
Ex-SGE-Star Martin Hinteregger (30) bereut seinen Rückzug aus dem Profifußball in keiner Weise.  © Arne Dedert/dpa

Kurzum: Hinteregger bereut seinen Rücktritt vom Profifußball im vergangenen Sommer nicht!

Er habe jetzt zwar ein "komplett anderes, aber weit besseres Leben", sagte der frühere Verteidiger von Eintracht Frankfurt, des FC Augsburg und Borussia Mönchengladbach in einem Interview der SportBild.

Eine Rückkehr in anderer Rolle plant der aus Kärnten stammende Hinteregger vorerst nicht. "Im Profifußball treffe ich wieder auf Leute, die nicht das Beste von einem wollen", sagte er. "Und eine Arbeit als Trainer kann ich mir nicht vorstellen."

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Kurz vor seinem Rücktritt war Hinteregger in die Kritik geraten, nachdem bekannt wurde, dass er sein eigenes Fan-Turnier, den "Hinti-Cup", zusammen mit dem in rechtsextremen Kreisen vernetzten FPÖ-Politiker Heinrich Sickl veranstaltet. "Da ist viel auf mich eingeprasselt, aber im Rückblick war es nicht einmal eine Lappalie", sagte Hinteregger, der sich von Sickl getrennt hatte, nun.

Der ehemalige österreichische Nationalspieler, der inzwischen hobbymäßig als Stürmer in der 5. Liga in Österreich spielt, hatte mit der Eintracht in der vergangenen Saison die Europa League gewonnen und, für viele überraschend, kurz darauf seinen Rücktritt erklärt.

Zum Abschluss seiner Profikarriere feierte Martin Hinteregger mit dem Gewinn der Europa League den wohl größten Erfolg seiner Laufbahn.
Zum Abschluss seiner Profikarriere feierte Martin Hinteregger mit dem Gewinn der Europa League den wohl größten Erfolg seiner Laufbahn.  © Uwe Anspach/dpa

Martin Hinteregger sicher: "Nächster Meister, der nicht Bayern heißt, wird die Eintracht"

Er dürfe nun ein freies Leben führen, sei nicht mehr fremdbestimmt und müsse keine Wochenpläne mehr abschuften. "Ich habe das bitter nötig gehabt. So wirklich bin ich erst vor zwei, drei Wochen runtergekommen", sagte Hinteregger.

Wehmütig würde er nur werden, wenn er die Chance hätte, mit Frankfurt eine deutsche Meisterschaft gewinnen zu können.

"Das wäre größer, als Weltmeister zu werden", meinte der einstige Liebling der Eintracht-Fans, der den Hessen den Titel in naher Zukunft zutraut. Vor zwei Jahren habe er schon dem damaligen Frankfurter Trainer Adi Hütter (52) gesagt: "Der nächste Meister, der nicht Bayern heißt, wird die Eintracht."

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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