Kann Frankfurt die Krösche-Lücke zügig schließen? Matthäus hat massive Zweifel
Frankfurt am Main - Kann Eintracht Frankfurt die Lücke, die der Abgang von Sportvorstand Markus Krösche (46) hinterlassen hat, schnell und vor allem adäquat schließen? In den Augen von Lothar Matthäus (65) wird das nicht gerade einfach.
Der deutsche Rekordnationalspieler bedauert den Abgang sowohl für Krösche selbst als auch für den Verein. "Da geht es nicht nur um seine Kontakte, das Sportliche, spektakuläre Transfers oder die Erlöse, sondern auch um seine menschliche Seite", erklärte Matthäus gegenüber der "Bild"-Zeitung.
Wer die Nachfolge des gebürtigen Hannoveraners antreten wird, ist derzeit offen. Fest steht für den früheren Weltfußballer jedoch, dass es sich dabei um eine echte Herkulesaufgabe handelt. Es sei ein "spannender Job", aber auch ein sehr schwieriger.
An interessanten Kandidaten mangelt es nicht, unter anderem soll Andreas Schicker (40) auf der Liste der Frankfurter Verantwortlichen stehen. Aktuell ist der Österreicher noch bei der TSG 1899 Hoffenheim als Geschäftsführer Sport gebunden.
Das Ausmaß an Kritik, welche Krösche zuletzt abbekam, verwundert Matthäus indes angesichts von Erfolgen wie dem Europapokalsieg 2022, zwei Teilnahmen an der Champions League und mehreren finanziell starken Transfers durchaus.
Lothar Matthäus über SGE-Aus von Markus Krösche: "Beziehung hat einfach nicht mehr funktioniert"
In seinen Augen sei Krösche "mit ganzem Herzen" dabei gewesen. Allerdings habe er wohl gemerkt, dass das Vertrauen nicht da gewesen sei, vermutet der 65-Jährige und resümierte: "Ich glaube, die Beziehung hat einfach nicht mehr funktioniert."
Dazu passe auch die Unruhe, "die teilweise - das befürchte ich - von anderen Leuten aus dem Verein kam". Natürlich sei in den vergangenen Wochen auch nicht alles perfekt gelaufen, räumte Matthäus ein. Vor allem beim Blick auf den Kader für diese Spielzeit kann man diese Einschätzung allerdings bestenfalls als "wohlwollend" bezeichnen.
Krösche selbst dürfte es nach dem Abschied aus Frankfurt wahrscheinlich nach Italien ziehen. Laut mehreren Medienberichten soll sich der 46-Jährige mit den Bossen von AC Mailand bereits einig sein.
Laut Matthäus dürften sich die Italiener freuen: "Wenn er nur annähernd so gut arbeitet wie in Frankfurt, ist Markus Krösche für jeden Verein ein großer Gewinn. Für AC Mailand wäre er das in der aktuellen Situation umso mehr."
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