So verspielt Cottbus den Aufstieg! Energie-Qual gegen Kellerkind Ulm
Cottbus - Stimmungskiller in der Lausitz! Energie Cottbus lässt gegen Kellerkind SSV Ulm sichere Punkte liegen und kommt hintenraus nur zu einem 1:1 (0:1). Nach dem Krampf-Auftritt gegen fast schon abgestiegene Spatzen ist auf jeden Fall Platz zwei weg.
Die ersten 20 Minuten deutete alles auf einen Cottbuser Heimsieg hin. Energie kontrollierte und dominierte das Spiel und dann schlug Ulm zu: Leon Dajaku spielte einen einfachen Doppelpass mit Lucas Röser und stach frei vor Funk zu (21.). Die überraschende Führung für die Gäste, die bis dato gar keine Aktie am Spiel hatten.
Bei Energie, das mit drei Neuen in der Startelf begann, häuften sich die Fehler im Spielaufbau. Einmal brach Axel Borgmann, als Linksverteidiger, durch, schoss aber einen Ulmer Abwehrspieler ab (27.).
Später vergab Butler aus zentraler Position deutlich (34.). Erstes Gemurmel machte sich auf den Rängen breit.
Nach 40 Minuten dann die Großchance für Cottbus, doch Ulms Niko Vukancic klärte eine Hereingabe vor dem einschussbereiten Erik Engelhardt wenige Meter vor der Linie. Kurz darauf setzte ein wütender Tolcay Cigerci zum Solo an, zielte aber zu hoch (45.).
Energie mit Rückstand zur Pause und nur noch auf Rang drei, weil am Freitagabend Hansa Rostock durch seinen Auswärtssieg in Wiesbaden die Lausitzer in der Tabelle überholt hatte.
Energie Cottbus kann auch gegen SSV Ulm nicht gewinnen
So konnte es nicht weitergehen, für Moritz Hannemann kam zu Wiederanpfiff Can Moustfa, der genauso wie King Manu und Cigerci am Freitag das "Zuckerfest" (Ende des Ramadan) gefeiert hatte.
Der eingewechselte Linksaußen brachte sofort Spielwitz und Bewegung, aber keine klaren Chancen, Michelbrinks Abschlüsse brachten keine Gefahr (54., 55.).
Sinnbildlich: Viele Akteure handelten sehr verkopft und wenig kreativ. Nach dem kurzen Sturmlauf probierte es Energie mit zu viel Ballgeschiebe und stellte Ulm auch bei Standards kaum vor Probleme.
Wollitz ging jetzt volle Attacke, brachte Stürmer Timmy Thiele für Verteidiger Mladen Cvjetinovic. Noch gut 20 Minuten Zeit.
Doch weiter deutete nichts auf ein Tor hin, bis eine wahre Standard-Flut den Ausgleich brachte: Der eingewechselte Merveille Biankadi schippte nach einer Ecke aus dem Rückraum den Ball in den Strafraum, Engelhardt hielt die Birne ran, das 1:1 (77.).
Kurz darauf hatte Cigerci die Führung auf dem Fuß, verzog aber wieder (79.). Energie jetzt mit Powerplay, aber weiter zu umständlich. Richtig gefährlich wurde es nur noch einmal: Manu setzte einen Kopfball aus kurzer Distanz am Tor vorbei (90.+5), das war's. Zum dritten Mal in Folge kein Sieg - so verspielt Cottbus den Aufstieg.
Erstmeldung: 13.11 Uhr, zuletzt aktualisiert: 15.59 Uhr
Titelfoto: Imago / Jan Huebner

