Diese Pleite tut weh! Cottbus-Profi spricht von "Knacks" - Wollitz widerspricht ihm

Cottbus/Aachen - Diese Rückreise wird lang und schwer! Energie Cottbus unterliegt mit 1:4 bei den Aachener Wetterspielen und fährt 700 Kilometer geknickt nach Hause. Wirft die erste Niederlage des Jahres das Team um?

Stammspieler Dominik Pelivan (29) hielt nach der deutlichen Aachen-Pleite seine Enttäuschung gar nicht erst hinterm Berg. (Archivbild)
Stammspieler Dominik Pelivan (29) hielt nach der deutlichen Aachen-Pleite seine Enttäuschung gar nicht erst hinterm Berg. (Archivbild)  © PICTURE POINT / Nicolas Sonntag

Stammsechser Dominik Pelivan (29) sprach im MagentaSport-Interview davon, das Ergebnis sei "auf jeden Fall ein leichter Knacks, wenn du so viele Spiele nicht verloren hast."

Neun Runden vor Schluss liegen die Lausitzer - unabhängig der Ergebnisse des restlichen Wochenendes - weiter unter den ersten drei Mannschaften. Doch die Wasserschlacht von Aachen war auch eine Nervenschlacht.

Ausgerechnet Zauberfuß Tolcay Cigerci (31) versemmelte die beiden größten Gelegenheiten der ersten Hälfte binnen einer Minute (30., 31.), der Cottbuser Topspieler wirkte nicht zum ersten Mal in der Rückrunde etwas verkopft.

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In der zweiten Hälfte verlor Energie bei zwei Aachener Ecken den Überblick und seine Gegenspieler aus der Bewachung. Trotz 9:4 Eckstößen pro Cottbus klingelte es zweimal im eigenen Tor. Unter anderem nach der Pause und unmittelbar nach dem 1:2.

Pelivan enttäuscht: "Wir kriegen wirklich so ein dämliches 1:3 direkt nach dem Anschlusstreffer. Du darfst am Ende nicht 4:1 verlieren, das ist zu hoch."

Energie Cottbus kassiert gegen Alemannia Aachen "billige" Gegentore, auch der Offensivmotor stottert

Energies Offensiv-Garanten Tolcay Cigerci (31, l.) und Erik Engelhardt (27) haben derzeit nicht die Leichtigkeit der Hinrunde.
Energies Offensiv-Garanten Tolcay Cigerci (31, l.) und Erik Engelhardt (27) haben derzeit nicht die Leichtigkeit der Hinrunde.  © Imago / Eibner

Will Energie aufsteigen, dürfen solch "billigen" Gegentore nicht noch einmal passieren, stellte Pele Wollitz (60) klar. Angesichts des rutschigen Untergrunds war es keine allzu große Prophezeiung, dass die Partie durch Standards entschieden werden könnte.

Immerhin steckte Energie nicht auf, warf nach dem 3:1 alles nach vorne und kassierte das 4:1. Das tat weh.

Die Pleite ist der erste richtige Nackenschlag der Rückrunde, aber auch die Fortsetzung des Trends, dass ohne den glücklosen Cigerci und den erneut blassen Erik Engelhardt (27) offensiv nicht viel geht.

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Energie muss jetzt vor allem für sich selbst ein Zeichen setzen und gegen Ulm kommenden Samstag das Momentum wieder auf seine Seite ziehen.

Wollitz kämpferisch: "Wenn wir aufsteigen wollen, dann putzen wir den Mund ab und es geht weiter. Wenn man wieder mal am 29. Spieltag dick im Geschäft ist, dann habe ich keinen Knacks, sondern dann putze ich den Mund ab, analysiere das, packe mir an die Nase und gebe nächste Woche die richtige Antwort."

Titelfoto: Imago / Eibner

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