Fünf Wochen vor Saisonstart: Cottbus braucht gleich zwei neue Cheftrainer

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Cottbus - Am 8./9. August starten nicht nur die Profis von Energie Cottbus in die neue Saison, sondern auch die A- und B-Junioren der Lausitzer. Die Vorbereitung der Teams läuft an, doch die Trainerpositionen sind offen!

Neu-NLZ-Leiter Sebastian Turowski (46, 2.v.r.) sucht mit Vize-Präsident Gunnar Winkler (1.v.r.) unter anderem einen neuen U19-Trainer anstelle von Daniel Ziebig (43, 2.v.l.).
Neu-NLZ-Leiter Sebastian Turowski (46, 2.v.r.) sucht mit Vize-Präsident Gunnar Winkler (1.v.r.) unter anderem einen neuen U19-Trainer anstelle von Daniel Ziebig (43, 2.v.l.).  © FC Energie Cottbus

Durch den Abgang von U19-Trainer Alain Karim (36, nach Greifswald) und U17-Coach Daniel Ziebig (43, intern zum Co-Trainer der Profis delegiert) braucht Energie plötzlich auf zwei wichtigen Positionen neues Personal.

Besonders knifflig: Für die U19-Stelle war eigentlich Ziebig eingeplant, dessen bisherige B-Jugend zu großen Teilen in die A-Jugend hochgerückt wäre.

Stattdessen soll Ziebig künftig die Verbindung zwischen Profis und Nachwuchs herstellen: "Die Durchlässigkeit muss einfach besser werden, muss einfach vertrauensvoller werden", stellt Cheftrainer Pele Wollitz (60) die ideale Zusammenarbeit dar.

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Fest steht: "Wenn sie die letzten Jahre sehen, sind hier sehr wenig Spieler oben angekommen, obwohl in Regelmäßigkeiten viele Spieler im Training dabei waren. Dieser Verbund Sportschule und Schule, dass sie morgens trainieren können, da sage ich in dem Fall: Da muss mehr rauskommen", so Wollitz.

Ein Grund sei gewesen, dass Profis und U19 zwei verschiedene Spielsysteme gespielt hätten, Wollitz prangerte außerdem den "Ergebnisfußball" von Karims Team (erreichte das U19-Viertelfinale der Meisterrunde) an.

Energie Cottbus möchte U19-Trainer, der keinen "Ergebnisfußball" will, sondern Spieler entwickeln soll

Der bisherige A-Junioren-Trainer Alain Karim (36) verließ Energie im Unfrieden nach Greifswald.
Der bisherige A-Junioren-Trainer Alain Karim (36) verließ Energie im Unfrieden nach Greifswald.  © Greifswalder FC

Wollitz umschreibt das gesuchte Profil: "Wir möchten einen U19-Trainer, der Spieler entwickelt. Wir möchten einen U19-Trainer, der hier herzlich willkommen ist und nicht das Ergebnis für sich sieht, sondern den Verein ganz klar im Vordergrund."

Karim und Ex-Nachwuchsleiter Matthias Rahn (39, auch Greifswald) hatten Cottbus letztlich als Sprungbrett für den Schritt in den Herrenfußball genutzt.

Energie will sich bei der Trainersuche Zeit nehmen, das Motto lautet Präzision vor Tempo: "Wir lassen uns da auch nicht mehr treiben. Der U19-Trainer ist die wichtigste Position zur Lizenzmannschaft", so Wollitz.

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Das zeigt sich auch darin, dass Energie nach TAG24-Informationen schon vor Wochen bei einem UEFA-Pro-Lizenz-Inhaber als A-Junioren-Trainer angefragt haben soll. Eine Aufgabe für den neuen Nachwuchsleiter Sebastian Turowski (46), der binnen kürzester Zeit gleich zwei Schlüsselpersonalien finden muss.

Nicht die einzige Baustelle: Energie sucht seit dieser Woche öffentlich Co-Trainer für den Aufbaubereich (U13 bis U15) per Stellenausschreibung. Ein eher ungewöhnlicher Weg als Zweitligist.

Titelfoto: FC Energie Cottbus

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