Energie-Fans mit Aufstiegs-Banner im Spitzenspiel, doch Cottbus kann VfL-Bollwerk nicht knacken

Osnabrück - "Energie lässt Osnabrück verzweifeln" stand auf einem der Cottbuser Banner, das die gut 1500 Energie-Fans vor Anpfiff im Gästeblock präsentierten. Doch aus diesem frommen Wunsch wurde nichts! Cottbus schaffte es wie im Hinspiel nicht, das Osnabrücker Bollwerk zu knacken und muss den VfL nach der 0:1 (0:0)-Pleite im Aufstiegsrennen ziehen lassen.

Diese drei Zeitungsartikel hätten die Energie-Fans gerne nach dem Spitzenspiel gelesen.  © IMAGO / Steinsiek.ch

FCE-Coach Pele Wollitz beorderte zum Ende der Englischen Woche Can Moustfa, Justin Butler und Henry Rorig in die erste Elf. Unter anderem das Talent von Moustfa bei seinem Startelf-Debüt blitzte immer wieder auf. Allein: Tore und Großchancen gibt es weder hüben noch drüben.

Torjäger Erik Engelhardt setzte nach Freistoß einen Kopfball drüber (8.). Da war mehr möglich! Kurz darauf hatte Osnabrück Pech, dass sich Lars Kehl verletzte und kurz darauf raus musste (14.).

Die Hausherren mussten sich nach dem Wechsel etwas sortieren. Cottbus schloss durch Tolcay Cigerci ab, Lukas Jonsson musste das erste Mal parieren (16.).

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Energie blieb am Drücker, konnte aber weder seine Standard-Serie noch seine Konter nutzen. Die Hausherren wurden wieder mutiger, David Kopacz zog nach einer Ecke ab, Außennetz (27.).

Osnabrück wurde stärker, speziell der für Kehl gekommene Ismail Badjie drehte mehrfach auf. Doch Energie verteidigte genauso aufmerksam wie der VfL sein Tor. Folgerichtig stand es in dem Duell Erster gegen Dritter zur Pause torlos.

Cottbus rannte erfolglos an und konnte vor allem seine Vielzahl an Standards nicht in mehr Ertrag ummünzen.

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Cottbus-Goalgetter Erik Engelhardt (r.) hatte wenig Abschluss-Gelegenheiten, Osnabrück und Yigit Karademir (l.) verteidigten sehr aufmerksam.  © IMAGO / Steinsiek.ch

Energie Cottbus ohne klare Torchance gegen die Defensive vom VfL Osnabrück

Osnabrücks Ismail Badje (l.) erzielt den goldenen Treffer und dreht zum Jubeln ab, Cottbus' King Manu lässt den Kopf hängen.  © IMAGO / Steinsiek.ch

Für noch mehr Offensiv-Schwung kamen bei Energie Jannis Boziaris und Moritz Hannemann zur zweiten Hälfte, doch das Spiel eröffnete Osnabrück. Nach einem Konter über links schloss Ismail Badjie ohne Gegnerdruck mit dem ersten Kontakt ab (50.).

Cottbus musste jetzt Druck und Risiko erhöhen, Antreiber Lukas Michelbrink kam, Axel Borgmann rückte nach links hinten (58.).

Trotz viel Ballbesitz war durchs Osnabrücker Bollwerk weiterhin kein Durchkommen. Die Abschlüsse bleiben aus, Henry Rorigs Versuch flog aufs Stadiondach (79.) - bezeichnend!

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Wollitz warf jetzt alles nach vorne, brachte in Campulka und Tattermusch die wohl zwei Kopfballstärksten. Doch trotz allem Bemühen kam es zu keiner wirklichen Cottbuser Drangphase mehr. Ohne klare Torchance gegen das beste Bollwerk der Liga war es schier unmöglich, Zählbares mitzunehmen.

Osnabrück brachte souverän die Führung über die Runden und hat jetzt sieben Zähler Vorsprung vor den Lausitzern.

Erstmeldung: 12.58 Uhr, zuletzt aktualisiert: 15.30 Uhr

Statistik zum Spiel des VfL Osnabrück gegen Energie Cottbus in der 3. Liga

3. Liga, 33. Spieltag

VfL Osnabrück - Energie Cottbus 1:0 (0:0)

Aufstellung Osnabrück: Jonsson - Karademir (86. Janotta), Müller, Wiemann - Kammerbauer, Wagner, Jacobsen, Christensen (64. Leseur) - Kopacz (86. Riesselmann), Kehl (14. Badjie/86. Henning) - Meißner. Trainer: Schultz

Aufstellung Cottbus: Funk - Rorig (82. Campulka), Manu, Awortwie-Grant, Straudi - Pelivan (82. Tattermusch), Borgmann - Butler (46. Boziaris), Tolcay Cigerci, Moustfa (46. Hannemann) - Engelhardt. Trainer: Wollitz

Schiedsrichter. Ittrich (Hamburg)

Tore: 1:0 Badjie (50.)

Gelbe Karten: Karademir, Christensen / Sebald, Co-Trainer Röder

Zuschauer: 15.000

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Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 33 55:27 67
2 Rot-Weiss Essen 33 69:51 64
3 FC Energie Cottbus 33 61:45 60
4 MSV Duisburg 33 59:43 60
5 FC Hansa Rostock 33 62:37 59
6 SC Verl 33 71:44 55
7 Alemannia Aachen 33 60:53 51
8 TSV 1860 München 32 47:43 50
9 SV Wehen Wiesbaden 33 44:42 48
10 Viktoria Köln 33 48:45 47
11 SV Waldhof Mannheim 33 52:60 47
12 SSV Jahn Regensburg 32 44:48 42
13 VfB Stuttgart II 33 41:54 42
14 FC Ingolstadt 04 33 52:48 40
15 TSG 1899 Hoffenheim II 33 60:59 40
16 1. FC Saarbrücken 33 42:49 37
17 TSV Havelse 33 49:73 29
18 SSV Ulm 1846 33 42:68 29
19 FC Erzgebirge Aue 33 37:60 25
20 1. FC Schweinfurt 05 33 31:77 18

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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