Wurde Wollitz erhört? DFB setzt Bundesliga-Schiri für Drittliga-Topspiel an
Cottbus/Osnabrück - Werden im Aufstiegsfinale die Unparteiischen zum Zünglein an der Waage? Vor dem Gipfeltreffen von Energie Cottbus beim VfL Osnabrück am Sonntag (13.30 Uhr) erneuert Pele Wollitz (60) seine Schiri-Kritik an der 3. Liga.
"Entscheidend wird sein - und da bleibe ich dabei - die Schiedsrichter", so der FCE-Coach auf der Pressekonferenz am Freitag.
Vor allem der "Tor-Klau" gegen Mannheim und damit zwei geraubte Punkte hängen den Lausitzern nach. Aber nicht nur!
"Wenn wir die Spiele reflektieren sind da zu viele Entscheidungen dabei, die in dieser Profiliga aus meiner Sicht zu einem großen Nachteil [führen] - für alle 20 Mannschaften."
Zuletzt gab es im Verfolgerduell zwischen Verl und Rostock am Mittwoch eine überaus strittige Entscheidung, als Hansa-Keeper Benjamin Uphoff (30) den Ball nach sechs Punkten womöglich regelwidrig außerhalb des Strafraums mit der Hand spielte.
Doch Rot und eine 90-minütige Unterzahl für die Gäste gab es nicht. Stattdessen gewann die Kogge dieses richtungsweisende Spiel.
Wollitz geradeaus: "Das sind Fehler, die dürfen nicht passieren. [...] Sowas hat man zu erkennen, dass der Ball einen halben Meter hinter der Linie ist. So etwas hat man zu erkennen, dass der Torwart vor dem Sechzehner den Ball in die Hand nimmt."
Kurz darauf präzisiert der Energie-Trainer, dass das "Problem" weniger die Hauptschiedsrichter seien, sondern die Assistenten.
Pele Wollitz sieht Assistenten als Problem und freut sich auf Patrick Ittrich als "guten Kommunikator"
Wer Wollitz öfter zuhört, der weiß: Fast schon gebetsmühlenartig führt der meinungsstarke Trainer nahezu wöchentlich die "schlechte Begleitung" der Schiedsrichter als Problem dieser Spielklasse an.
Vielleicht hat der DFB deshalb vorsorglich vor dem Topspiel in Osnabrück am Sonntag einen seiner besten Männer angesetzt: Patrick Ittrich (47) leitet in seiner letzten Saison als Referee das Kräftemessen.
Wollitz: "Ich glaube, dass er auch als Kommunikator ein sehr guter Schiedsrichter ist. [...] Dass er auf seiner Abschiedstournee so ein Spiel bekommt, spricht auch für die Qualität."
Eins will der FCE-Trainer aber klarstellen: "Ich möchte nicht bevorzugt werden. Ich möchte mich aber auch nicht mit diesen Entscheidungen nach der Saison mich permanent auseinandersetzen."
Titelfoto: Bildmontage: TAG24/Lukas Schulze; Uwe Anspach/dpa

