Kein Cigerci-Ersatz! Cottbus sucht stattdessen einen "Hybrid-Spieler"

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Cottbus - Das Kapitel Tolga Cigerci (34) ist nach fünf erfolgreichen Monaten Geschichte. Energie Cottbus fahndet auf seiner Position aber nicht nach einem Nachfolger, sondern nach einem "Hybrid-Spieler".

Cottbus sucht keinen direkten Cigerci-Ersatz, sondern einen anderen Spielertypen.
Cottbus sucht keinen direkten Cigerci-Ersatz, sondern einen anderen Spielertypen.  © Julius Frick/dpa

Das Suchprofil, das Pele Wollitz (60) zum Trainingsstart ausgab, gilt zwei Wochen nach dem Cigerci-Abgang mehr denn je. Energies Trainer hatte damals durchblicken lassen: "Ich bin der festen Überzeugung, dass wir höchstwahrscheinlich auch einen dynamischen Sechser brauchen."

Schon damals konnte der aufmerksame Beobachter zwischen den Zeilen herauslesen: Energie will sich auf der Sechs anders aufstellen.

Während Cigerci den festen Dirigenten mimte, will Energie künftig mehr Flexibilität im Zentrum. Wollitz philosophierte: "Vielleicht kann das auch so ein 'Hybrid-Spieler' sein."

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Wer Fragezeichen im Kopf hat, dem sei gesagt: Ein solcher Spielertyp pendelt zwischen zwei Positionen. In dem Fall sieht die Idee vor, dass sich der Akteur zwischen Innenverteidigung und defensivem Mittelfeld bewegen soll.

Der Vorteil: Energie könnte so im Aufbau und im Spiel gegen den Ball ohne Auswechslung und komplette Systemumstellung schnell auf Situationen reagieren.

Energie Cottbus will durch Hybrid-Spieler taktisch noch flexibler werden

Pele Wollitz (60, l.) und Assistent Tobias Röder (28) tüfteln an der Taktik.
Pele Wollitz (60, l.) und Assistent Tobias Röder (28) tüfteln an der Taktik.  © IMAGO / Fotostand

Ein Gegner der Vorsaison, der mit einem Hybrid-Spieler operierte, hieß Ingolstadt. Dort pendelte Simon Lorenz (29) oft zwischen Abwehrreihe und Mittelfeldzentrum. Der ausgebildete Innenverteidiger ist bei den Schanzern aber bis 2030 gebunden.

Deshalb dürfte es für Cottbus eine echte Herausforderung werden, einen solchen Spezialisten zu finden.

Wollitz führte aus: "Diesen Spieler sehe ich derzeit nicht in unserem Kader. Das ist auch nicht schlimm, wir reden jetzt schließlich über die 2. Liga. [...] Deswegen ergibt es Sinn, nach so einem Spieler Ausschau zu halten. Ob wir einen solchen Transfer umsetzen können, kann ich jetzt nicht beantworten. Aber es ist ein großer persönlicher Wunsch von mir."

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Sollte das nicht klappen, denkt Wollitz weiter: "Vielleicht ist auch King [Manu] dieser Hybrid-Spieler und man macht eine ganz andere Systematik und spielt mit Schienenspielern."

Titelfoto: IMAGO / Fotostand

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