Nach fünf Monaten - darum macht Cigerci mit Cottbus Schluss!

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Cottbus - Nach fünf Monaten und zehn Spielen ist die Beziehung zwischen Energie Cottbus und Tolga Cigerci (34) wieder beendet. TAG24 weiß, weshalb der Routinier mit Cottbus Schluss macht.

Die lange so innige Beziehung zwischen Tolga Cigerci (34, l.) und Pele Wollitz (60) war in den jüngsten Wochen überaus distanziert.
Die lange so innige Beziehung zwischen Tolga Cigerci (34, l.) und Pele Wollitz (60) war in den jüngsten Wochen überaus distanziert.  © Frank Hammerschmidt/dpa

"Du bist das Größte, was ich hier begleiten durfte. Vielen, vielen Dank dafür", hatte Trainer Pele Wollitz (60) einen Tag nach dem Aufstieg seinem Spieler den roten Teppich ausgerollt.

Worte, denen nur bedingt Taten folgten. Nach dem Urlaub Cigercis unterbreitete Energie dem Deutschtürken ein Angebot.

Doch wie TAG24 erfuhr, soll Wollitz seinen Spieler in den zurückliegenden fünf Wochen nur einmal angerufen haben. Dies soll auf Spielerseite für mächtig Verstimmung gesorgt haben.

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Regen Kontakt hielt Cottbus vor allem mit Cigerci-Berater Kadir Özdogan und tütete in der Zwischenzeit einen Neuen nach dem nächsten ein. Beim Spieler soll so der Eindruck entstanden sein, dass er keine hohe Wichtigkeit genieße.

Dabei hatte Cigerci auf der Aufstiegsfeier auf die Frage zu einem Verblieb bei Niederlausitz Aktuell durchgucken lassen: "Wenn der Präsi und der Trainer das so sagen, dann wird es wahrscheinlich so sein. Ja."

Tolga Cigerci erfüllt Aufstiegsauftrag bei Energie Cottbus an der Seite von Bruder Tolcay Cigerci

Bild mit Symbolcharakter: Tolga (ob.) verhalf Bruder Tolcay und Energie maßgeblich zum Aufstieg.
Bild mit Symbolcharakter: Tolga (ob.) verhalf Bruder Tolcay und Energie maßgeblich zum Aufstieg.  © Julius Frick/dpa

Ein klares Bekenntnis war das nicht. Wie auch - seine Zukunft war zu dem Zeitpunkt nicht konkret besprochen worden. Vielmehr war es im Zuge der Aufstiegseuphorie eine sozial gezwungene Antwort. Cigerci konnte schlecht vor feiernder Meute Nein sagen.

Deshalb schlug die Abgangsmeldung des im Winter heiß ersehnten und am Saisonende gefeierten Helden am Montag ein wie eine Bombe. Viele Energie-Fans waren fest von einem Verbleib ausgegangen.

Nach langem Hickhack hatte der 34-Jährige am Deadline Day einen Vertrag bis Saisonende unterschrieben. Sein Ziel und die Erwartung des Vereins waren klar: Den Aufstieg schaffen.

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Cigerci sagt: "Die halbe Saison in Cottbus an der Seite meines Bruders war etwas ganz Besonderes & mit dem gemeinsamen Aufstieg haben wir uns einen Traum erfüllt."

Der frühere Bundesliga-Star soll sich im Klub und im gemeinsamen Umfeld mit Bruder Tolcay (31) pudelwohl gefühlt haben. Der Sechser kam in der Rückrunde vor allem als Gamechanger von der Bank, nahm nach seinen Einwechslungen die Rolle als Dirigent ein.

Energie kassierte mit dem älteren Cigerci-Bruder auf dem Platz kein Gegentor. Außerdem schoss Tolga gegen Wiesbaden den Siegtreffer, bereitete jenen in Aue per Kopfball vor. Den Aufstiegsauftrag hat er erfüllt.

Energie Cottbus und Tolga Cigerci kamen nach dem Aufstieg nicht mehr auf einen Nenner

Cigerci nahm in der Rückrunde die Rolle als Teilzeitkraft in Cottbus an. Seine Zukunftsfunktion blieb bis zuletzt offen.
Cigerci nahm in der Rückrunde die Rolle als Teilzeitkraft in Cottbus an. Seine Zukunftsfunktion blieb bis zuletzt offen.  © Julius Frick/dpa

Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass Cigerci nach mehreren Monaten ohne Klub nie länger als 30 Minuten spielte. Dieser Umstand soll sich in Energies Angebot widergespiegelt haben.

Nicht nur wirtschaftlich kamen beide Parteien nicht auf einen Nenner. Auch wie Cigercis Rolle in Zukunft hätte aussehen sollen, blieb offen.

Stattdessen verpflichtete Cottbus in Leonardo Bittencourt (32) einen anderen Routinier für das zentrale Mittelfeld.

FCE-Boss Sebastian Lemke (42) ordnet ein: "Wir hatten am 17. Mai vor der Stadthalle gesagt, dass wir Tolga gerne weiter im Team hätten. Der Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft, dazu gehört auch, dass sich andere Möglichkeiten und Perspektiven ergeben. Das ist normal und völlig ok. Wir sind Tolga sehr dankbar, wie er das hier in der zurückliegenden Saison begleitet hat und wünschen ihm alles Gute bei der VSG."

Cigerci dürfte nun bei Altglienicke vor der Abwehr eine Schlüsselrolle zukommen, die ihm in der 2. Liga in Cottbus wohl verwehrt geblieben wäre.

"Ich komme, um Verantwortung zu übernehmen: auf dem Platz, für die jungen Spieler, für das, was dieser Verein vorhat."

Titelfoto: Julius Frick/dpa

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