Oberndorf in Tirol (Österreich) - Dort, wo Kühe, Traktoren und Mähdrescher sich die Klinke in die Hand geben, macht sich Cottbus fit für die 2. Liga!
Energie hat sein Trainingslager im österreichischen Oberndorf in Tirol aufgeschlagen, hat für eine Woche im idyllisch gelegenen Hotel Penzinghof einquartiert.
Keine 50 Meter entfernt könnte Energie in eine Gondelbahn steigen, die zur Bauernalm auf 1306 Meter Höhe führt. Doch statt bequem den Weg nach oben zu nehmen, sollten die schweren Beine gelockert werden.
Nach der strapaziösen Anreise vom Vorabend gingen Spieler und Trainer am Vormittag erst einmal mit dem E-Bike auf Erkundungstour durch die Gemeinde, in der knapp 2400 Bewohner zu Hause sind.
Der Trainingsplatz ist am anderen Ende der Gemeinde auf einem Hügel gelegen, durch den Fluss die Großache und eine Bahnlinie getrennt und soll täglich mit dem Rad angesteuert werden.
Energie Cottbus muss auf dem Weg zum Trainingsplatz ordentlich in die Pedale treten
TAG24 machte den ultimativen Test: Mit Gravelbike ausgerüstet ging es zunächst bergab, vorbei an einem Kuhstall und einem Feld, auf den Mähdrescher und Trecker rotierten, ehe Bahnschienen und Fluss unter- und überquert wurden.
Anschließend führte die Strecke 71 Höhenmeter steil nach oben. Hörbar außer Atem und gut durchnässt erreicht der Schreiberling, ein trainierter Hobbysportler nach exakt 10:06 Minuten im zügigen Tempo den Trainingsplatz.
Selbst mit E-Bikes dürfte damit die Aktivierung des Kreislaufsystems der Energie-Profis täglich auf dem Rad stattfinden.
Die Anlage selbst bietet einen großen Haupt- und einen höher gelegene Nebenplatz - Bergpanorama inklusive. Normalerweise ist hier der FC Oberndorf Tirol, ein Amateurverein, der seinen Fokus auf die Jugendarbeit gelegt hat, beheimatet.
Ab Montag wird Energie täglich das Grün am späten Vormittag nutzen und muss - bei aller Beschaulichkeit der Berge - nach durchwachsenen Testspiel-Leistungen in den Gang 2. Liga schalten.