Regionalliga-Abstiegskampf statt 3. Liga: Neuer Klub von Ex-Energieler Möker erstaunt

Schöningen/Cottbus - In Mittelfeldmotor Yannik Möker (26) hat auch der letzte Ex-Energieler der Vorsaison ohne Fahrschein einen neuen Klub gefunden. Die Wahl erstaunt.

Yannik Möker (26) war in der Vorsaison lange einer der Cottbuser Leistungsträger.  © Picture Point / Sven Sonntag

Statt Aufstiegskampf in der 3. Liga heißt es für Möker jetzt Kampf um den Klassenerhalt - in Liga 4!

Der gebürtige Wolfenbütteler (Niedersachsen) ist in seine Heimat zurückkehrt, hat beim FSV Schöningen (gut 40 Autominuten entfernt) angeheuert. Möker gibt unumwunden zu, "ganz klar aufgrund der Heimatnähe" unterschrieben zu haben.

Beim Regionalliga-Aufsteiger (Platz 14) sind größtenteils Feierabendfußballer aktiv, wie zum Beispiel Magdeburg-Legende Christian Beck (37), der sein Geld längst nicht mehr nur mit Fußballspielen verdient.

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Hat Möker, der in der Vorsaison Erfolgsfaktor des Cottbuser Höhenflugs war, mit Profifußball abgeschlossen?

"Ich bin jetzt wieder hier und wollte vor allem meinen Spaß am Fußball zurückfinden, aber trotzdem auf einem gewissen Niveau spielen", lässt der Neuzugang in der Mitteilung seines neuen Vereins verlauten.

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Yannik Möker stand vor der Unterschrift bei Alemannia Aachen, jetzt spielt er für den FSV Schöningen

Über ein Probetraining im Januar 2024 hatte sich Möker für einen Vertrag in Cottbus empfohlen.  © Picture Point / Gabor Krieg

Zuvor war Mökers Vertrag nach wechselhafter Rückrunde und zig Verletzungen in Cottbus nicht verlängert worden.

Möker: "Dass es letztlich nicht zustande kam, war leider überraschend. Durch diese kurzfristige Entwicklung wurde es dann deutlich schwieriger, noch einen passenden Verein zu finden. Es gab zwar viele Gespräche und auch eine sehr konkrete Option, die sich kurz vor der Unterschrift zerschlagen hat."

TAG24 weiß, dass es sich bei dem möglichen Engagement um einen Vertrag bei Alemannia Aachen handelte: Demnach war der zentrale Mittelfeldmann sogar in die Kaiserstadt gereist, um sich die Bedingungen vor Ort anzusehen.

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Ein Kompetenzvakuum auf Entscheider-Ebene im Juli verhinderte den Transfer. Und der seit 1. August neue Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi (55) hatte andere Pläne.

Deshalb will sich jetzt Möker in seiner Heimat wieder auf Level bringen.

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