Oberndorf in Tirol (Österreich) - Spätestens nach seiner Gala-Leistung im Altglienicke-Test (1:1) vor gut einer Woche schien eine Verpflichtung von Julian Pollersbeck (31) in Cottbus klare Sache: Doch der Probekeeper reiste nicht mit ins FCE-Trainingslager nach Österreich, bekommt (vorerst) keinen Vertrag.
Dies bestätigte Pele Wollitz (60) TAG24 am Montag im Trainingslager. "Pollersbeck darf und muss den Anspruch haben, die Nummer eins zu sein. Genauso wie Lotka. Deshalb ist das eine äußert komplizierte Situation", erklärt Energies Trainer.
Pollersbeck war über viele Jahre nur zweiter Keeper, zuletzt in Regensburg, muss spielen. Die Folge: Ein Transfer ist trotz überzeugender Auftritte zurückgestellt.
Rolle rückwärts im Pollersbeck-Poker!
Wollitz führt aus: "Wir waren ja auch bei Hellstern mit im Geschäft, der wollte aber nur wechseln, wenn er eine Spielgarantie kriegt. Daraufhin habe ich Lotka angerufen und gesagt: Wenn sich bis Samstag Hellstern nicht entscheiden kann, holen wir ihn. Wenn Hellstern kommt, kommt Lotka nicht."
Hellstern zögerte, Lotka bekam den Zuschlag. Der 25-Jährige und sein Berater gehen deshalb davon aus, dass sie als Nummer eins die Saison beginnen.
Übersetzt heißt das: Eine Verpflichtung von Pollersbeck käme einem Affront gegenüber Lotka gleich.
Julian Pollersbeck muss wieder regelmäßig spielen - aber wohl nicht bei Energie Cottbus
Keeper Pollersbeck wurde dem Zweitliga-Aufsteiger erst angeboten, nachdem Lotka bereits verpflichtet war: "Da habe ich gesagt: Ich möchte ihn mal kennenlernen", so Wollitz.
Im gleichen Zug machte der erfahrene Trainer Pollersbeck früh die verzwickte Lage klar, habe mit dem Ex-HSV-Torwart vergangenen Freitag "sehr, sehr lange gesprochen".
"Wir gucken jetzt, wer könnte aktuell vielleicht die Nummer zwei sein kann. Das heißt aber nicht, dass es nicht am Ende doch noch so kommen kann", betont Wollitz.
Am Freitagabend habe Wollitz von Pollersbeck eine "sehr angenehme WhatsApp bekommen", sei nach wie vor mit ihm in Kontakt.
Energies Trainer bekräftigt: "Ich kann jetzt nicht abschließend sagen: Nein oder Ja. Fakt ist, dass er ein super Torwart ist. Er hat nicht nur einen guten, sondern einen sehr guten Eindruck hinterlassen - sowohl als Torwart als auch als Mensch."