Wollitz spielt gegen Stuttgart Roulette - und Cottbus gewinnt den Jackpot

Cottbus - Dieser Kraftakt verleiht Flügel! Energie Cottbus trotzte beim 2:1 (0:0) am Dienstagabend in Aspach allen Widerständen. Und durfte am Mittwoch zur Belohnung ausnahmsweise nach Hause fliegen statt den Bus nehmen zu müssen.

Pele Wollitz (60, l.) und Assistant Tobias Röder (28) ballen die Faust. Der Sieg in der Form gegen die Stuttgart-Bubis war ein echter Hauptgewinn.
Pele Wollitz (60, l.) und Assistant Tobias Röder (28) ballen die Faust. Der Sieg in der Form gegen die Stuttgart-Bubis war ein echter Hauptgewinn.  © Imago / Eibner

Cottbus-Stuttgart-Aspach-Stuttgart-Berlin-Cottbus lautete die Reiseroute der Wollitz-Elf, die gegen 9 Uhr in Stuttgart abhob und in der Hauptstadt wieder auf den Boden aufsetzte.

Im Fluggepäck: Drei hart erarbeitete Punkte gegen die Bubis des VfB Stuttgart.

Der Höhenflug der Lausitzer geht trotz Reisestrapazen ans andere Ende der Republik weiter. Der Ritt mit dem Bus in 600 Kilometer entfernte Aspach war dem Team nicht anzumerken.

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Am Morgen des Spieltages hatte Trainerfuchs Pele Wollitz (60) seine Anführer Axel Borgmann (31) und Tolcay Cigerci (31) unterrichtet, am Abend zunächst ohne das Duo beginnen zu wollen. Wollitz: "Wichtig ist, die Spieler mitzunehmen, die in letzter Zeit weniger gespielt haben."

Der Moment war in der strapaziösen Englischen Woche gekommen. Insgesamt viermal wechselte Wollitz, doch das wilde Roulette ging auf.

Speziell Justin Butler (24) machte sein vielleicht bestes Spiel im Energie-Trikot, auch Jannis Boziaris (22) wusste Akzente zu setzen.

Energie Cottbus dreht wieder einen Rückstand, weil die Führungsspieler einen Bankplatz akzeptieren

Kapitän Axel Borgmann (31) trug die Aufstellungsidee seines Trainers mit - und machte als Joker den Siegtreffer. (Archivbild)
Kapitän Axel Borgmann (31) trug die Aufstellungsidee seines Trainers mit - und machte als Joker den Siegtreffer. (Archivbild)  © Julius Frick/dpa

Bis in Minute 58 das frische Stammspieler-Trio aus Borgmann, Cigerci und Moritz Hannemann (27) die Wende nach einem "dämlichen Gegentor" und 0:1-Rückstand brachte.

Energie hatte bis dahin gefällig gespielt, aber nicht den Punch gesetzt. In der Sturm- und Drangphase ab der 60. Minute hätte Cottbus weit mehr als nur zwei Tore schießen können.

Wollitz überzeugt: "Das ist für mich Mannschaft. Ich weiß, welches Risiko dahintersteckt, wenn das nicht funktioniert. [...] Aber ich glaube, dass es wichtig ist, eine ganze Mannschaft zu begleiten."

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Mit seinem Roulettespiel hat Wollitz den Jackpot geknackt. Energie holte drei Punkte an dem Ort, an dem im Vorjahr der Abstieg begann, nahm das ganze Team mit und schonte Kräfte für das Ostderby gegen Hansa Rostock am Samstag.

Die Stuttgart-Sieger haben am Donnerstag trainingsfrei, ehe am Freitag das Abschlusstraining für das Ostderby folgt. "Ich bin mir sicher, dieses Spiel hat uns nochmal einen Schritt weitergebracht", resümierte Wollitz zuversichtlich.

Titelfoto: Imago / Eibner

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