Zu viel gefeiert? Cottbus meidet nach Aufstieg das Wort "Klassenerhalt"

Cottbus - Alle Welt spricht nach der Cottbus-Rückkehr in die 2. Liga über das schwere Unterfangen Klassenerhalt - außer Energie selbst!

Pele Wollitz (60, l.) und Sebastian Lemke (42) führten Energie zum Aufstieg und haben für die 2. Liga eine neue Strategie.  © IMAGO / Fotostand

Seit Tag eins nach dem Aufstieg meiden die Verantwortlichen gebetsmühlenartig das Wort "Klassenerhalt."

Auffällig: Sowohl Trainer Pele Wollitz (60) als auch Präsident Sebastian Lemke (42) nehmen die naheliegende Zielstellung nicht in den Mund.

Dabei spielte die Lausitz zuletzt vor zwölf Jahren im Konzert der Großen, hat infrastrukturell und wirtschaftlich viel aufzuholen. Bekommt Energie Höhenflüge?

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Wollitz kündigte auf der PK zum Saisonauftakt an: "Wir werden weiterhin mutig sein, wir werden attackieren, wir werden offensiv spielen und sagen nicht, wir wollen das und das, wir wollen Spiele gewinnen, wir wollen Spiele gewinnen. Vom ersten Spieltag wollen wir gewinnen, zweiten Spieltag wollen wir gewinnen."

Forsche und überraschende Aussagen für einen Aufsteiger!

Der Cottbus-Coach packt noch drauf: "Wir sind nicht nur mal vorbeigekommen, um hallo zu sagen. Wir sind da, weil wir uns das mit unserer Art, wie wir Fußball spielen, mehr als verdient haben. Wenn du Spiele gewinnst, dann erhöhst du die Wahrscheinlichkeit weiter dabei zu bleiben. Wenn du keine Spiele gewinnst, dann weißt du, was passiert."

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Energie Cottbus will durch die Zielstellung im Kopf "keine Grenzen setzen"

Zuletzt spielte Energie vor zwölf Jahren in der 2. Liga, die kein Intermezzo bleiben soll.  © Jens Niering/dpa

Plausibel. FCE-Boss Sebastian Lemke (42) erklärte zum Trainingsauftakt bei Radio Cottbus außerdem: "Wir wollen das Wort Klassenerhalt gar nicht so in den Mund nehmen, um gar keine Grenzen im Kopf aufkommen zu lassen."

Die Zielstellung ist das eine, der Spielstil ist das andere. Wollitz, der hinlänglich für Spektakel-Fußball steht, will das gar nicht an seiner Person festmachen:

"Ich glaube, dass die Mannschaft so ausgerichtet ist und die Art uns ja auch letztes Jahr eine weitere Bestätigung gegeben hat, dass man so spielen kann und trotzdem in der Rückrunde eine stabile Defensive hat", so der Trainer.

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Tatsächlich kassierte Energie mit 18 Gegentreffern in der Rückrunde die zweitwenigsten der 3. Liga. Hält sie diesen Wert eine Liga höher, dürfte der Klassenerhalt kein Kopf-Thema werden.

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