Darum kaufte sich Fußballprofi Fabian Giefer einen Fiat für 500 Euro und einen Kasten Bier

Augsburg - Amüsante Anekdote! Fußball-Torhüter Fabian Giefer (29) vom FC Augsburg erzählte, warum er sich ein Billigauto kaufte.

Fabian Giefer (untere Reihe, Mitte) kam für den FC Augsburg in dieser Saison noch nicht zum Einsatz.
Fabian Giefer (untere Reihe, Mitte) kam für den FC Augsburg in dieser Saison noch nicht zum Einsatz.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

"Im Sommer vor vier Jahren habe ich mit Fortuna Düsseldorfs Kapitän Oliver Fink und zwei anderen Freunden einen kleinen Europa-Trip gemacht. Das war eine wilde Aktion", erklärte er im Interview mit "Spox" und "Goal".

"Zunächst haben wir beschlossen, uns für die Maximalsumme von 500 Euro ein Auto zu besorgen. Es sollte unbedingt ein Fiat Multipla sein, weil das - wie wir alle wissen - das mit Abstand hässlichste Auto der Welt ist."

Das hätten sie via eBay im Ruhrpott gefunden: "Preislich mussten wir etwas nachverhandeln: Am Ende haben wir uns auf 500 Euro und einen Kasten Bier geeinigt", so Giefer, der über Wien, Bratislava, Budapest, Zagreb und Split an die kroatische Küste reiste. Über Venedig und Zürich ging es dann zurück nach Deutschland. 

Der Auto-Fan hat für seine Zeit nach der Fußballer-Laufbahn konkrete Ziele: "Nach meiner Karriere werde ich aber auf jeden Fall bei dem einen oder anderen Rennen mitfahren." 

Er kommt aus Adenau in Rheinland-Pfalz nur zehn Autominuten vom Nürburgring entfernt. "Insofern habe ich diese Leidenschaft vermutlich im Blut." Nach dem Führerschein habe er sofort eine Rennfahrerlizenz gemacht, sagte er. Mittlerweile besitze er "acht oder neun" Autos. 

Fabian Giefer will nach seiner Karriere Autorennen fahren

Fabian Giefer (r.) will nach seiner Karriere als Fußballprofi Rennen fahren.
Fabian Giefer (r.) will nach seiner Karriere als Fußballprofi Rennen fahren.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

In seiner Sammlung sei vom "umgebauten Mini über einen alten Jaguar E-Type bis hin zu einem extrem schnellen McLaren" alles dabei.

Erst vor wenigen Tagen habe er sich "einen alten Range Rover gekauft." Der müsse allerdings noch auf Vordermann gebracht werden: "Soweit ich das kann, bastle ich schon gerne an meinen Autos herum"

Bei Fachfragen wende er sich an seinen Bruder: "Er hat Maschinenbau studiert und ist ein Mann vom Fach. Wobei er in seinem Beruf eher mit größeren Maschinen wie Traktoren zu tun hat."

Als Bundesliga-Fußballer dürfe er an keinen Rennen teilnehmen. Das gelte es dann später nachzuholen. "Es ist mein Traum, einmal am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilzunehmen", erzählte Giefer.

Er fuhr bereits mehrfach auf der legendären Nordschleife in der Eifel: "Manchmal ist sie wegen Rennen oder Testfahrten von Autofirmen gesperrt, aber ansonsten kann man Touristenfahrten buchen und mit seinem privaten Auto fahren. Wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin und die Strecke frei ist, drehe ich immer wieder meine Runden."

Neben Wettkämpfen dort hat der Augsburger, der im Profi-Kader aktuell nur dritter oder vierter Keeper und bislang ohne Einsatz in der Saison ist, noch weitere Pläne - und die sind durchaus individueller.

"Es gibt die sogenannte Allgäu Orient Rallye. Da muss man mit dem Auto vom Allgäu bis nach Baku fahren und dabei einige Regeln beachten: Das Auto darf nicht mehr als 1100 Euro gekostet haben und man darf auf dem Weg in keinen Hotels übernachten. Der Sieger bekommt ein lebendiges Kamel. Da würde ich mit ein paar Freunden gerne teilnehmen", erzählte Giefer.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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