Ehefrau Lisa oder Karriere? Thomas Müller entschied sich "für den Sport"
München/Vancouver - Seit August 2025 trägt Thomas Müller (36) das Trikot der Vancouver Whitecaps – ein Abschied vom FC Bayern. Da seine Frau Lisa (36) nicht mit nach Kanada ziehen wollte, stand der 36-Jährige vor einer schwierigen Wahl zwischen Familie und Karriere. Wie Müller nun verriet, fand die Entscheidung in klaren Worten ihren Abschluss.
Zwischen München und Vancouver liegen neun Stunden Zeitunterschied – ein gewaltiger Sprung für jemanden, der gerade erst in Kanada angekommen ist.
Johannes B. Kerner (61) wollte in der neuen Folge von "Bestbesetzung" auf MagentaTV genau wissen, wie Thomas Müller damit zurechtkommt. Zudem spricht er auch das Thema Ehe an.
Schmunzelnd erzählt der Kerner, dass seine Frau Alina wohl Einwände hätte, sollte er plötzlich ins Ausland ziehen. Eine Situation, die auch Thomas Müller und Ehefrau Lisa bestens kennen: "Ja, natürlich war es eine Diskussion: Wie machen wir jetzt weiter? Aber am Ende des Tages habe ich mich für den Sport entschieden."
"Ich war ja eh sehr lange in München an unserer Homebase", erklärt Thomas Müller seine Entscheidung. Zwar verbindet ihn der gemeinsame Reiterhof stark mit Bayern, doch in seiner Abwesenheit sei alles gut organisiert.
Auf die Schlagzeilen angesprochen, die sein (Nicht-)Erscheinen bei Reitturnieren seiner Frau oft auslösen, meint er gelassen: "Ja, aber das ist halt so. Das ist ganz entspannt."
Thomas Müller schätzt das Alleinsein
Neben dem Thema Ehe Thomas Müller spricht auch offen über die stillen Momente seines neuen Lebens in Kanada. Der 36-Jährige gibt zu: "Du spürst manchmal schon die Einsamkeit." Gleichzeitig nimmt er das Gefühl gelassen: "Das ist ja nicht dramatisch. Dann bist du halt für einen Moment alleine." Für Müller sind diese ruhigen Momente sogar wertvoll, denn sie geben ihm die Gelegenheit, über Dinge nachzudenken, die im Trubel des Alltags sonst leicht untergehen.
Der Profi-Kicker sieht in der Einsamkeit also nicht als Grund zur Sorge: "Ich finde das nicht schlimm. Für mich ist es eine grundsätzliche Lebenseinstellung, nicht jeden Moment oder jede Emotion sofort zu bewerten. Ob das jetzt besonders gut oder schlecht ist, hängt nicht davon ab, wie ich mich gerade fühle."
Um seinem Körper Ruhe zu gönnen, schaltet Thomas Müller sein Smartphone sogar bereits ab 22.30 Uhr kanadischer Ortszeit in den Flugmodus. Wer sich über seltene Meldungen beschwert, sei längst aussortiert: "Mit den Menschen, mit denen ich mich umgebe, habe ich diesen Druck nicht."
Titelfoto: Felix Hörhager/dpa
