Erst Schützen-, dann Oktoberfest: Kane pulverisiert uralten Müller-Rekord bei Bayern-Gala gegen Union

München - O’zapft is! Das hieß es schon einen Tag vor der Eröffnung der Wiesn am Freitagabend in der Münchner Allianz Arena. Der FC Bayern ließ es gegen Union Berlin nämlich Tore fließen und zerlegte den Gast aus der Hauptstadt am Ende mit 7:0 (3:0) in alle Einzelteile. Auf dem Oktoberfest kann Harry Kane mit den Kollegen nun neben dem Kantersieg gleich auf einen historischen Rekord anstoßen.

Harry Kane bejubelt sein 100. Bundesligator. Eine Marke, die er in Rekordzeit geknackt hat.  © Harry Langer/dpa

In der 39. Minute trat der Engländer nämlich nach Rothe-Foul am tanzenden Olise zum Elfmeter an und nagelte das Leder zum 2:0 ins linke Eck. Es war sein 100. Bundesligator im - festhalten - 98. Spiel. Keinem Knipser gelang das bis dato schneller.

Damit pulverisierte der 33-Jährige die bisherige Bestmarke von Köln-Legende Dieter Müller, der dafür 129 Partien benötigte. Kane verteilte zudem noch 23 Assists, den Rekord für das schnellste Einsammeln von 100 Torbeteiligungen schnappte er sich bereits vergangene Saison. Im Schnitt trifft der Three-Lions-Kapitän etwa alle 79 Minuten.

Zuvor hatte schon Jamal Musiala einen Startelfeinstand nach Maß gefeiert und das Spielgerät nach Davies-Vorlage zur 1:0-Führung wuchtig ins lange Eck geschweißt (18.).

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Der DFB-Star durfte nach zwei Einwechslungen das erste Mal in der Liga von Beginn an ran. Vergangene Woche stand er zudem in der Champions League bereits wieder in jener Anfangsformation, aus der ihn seine Krankheit zum Saisonstart noch verbannt hatte.

Den Schlusspunkt im ersten Durchgang setzte Michael Olise mit einem unnachahmlichen Schlenzer ins kurze Eck, bei dem Union-Keeper Rönnow trotzdem kaum Vorwürfe zu machen waren (43.).

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Das 100. Bundesligator von Harry Kane fiel vom Punkt.  © Harry Langer/dpa

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Michael Olise (l.) und Jamal Musiala trumpften gegen Union Berlin mal wieder auf.  © Harry Langer/dpa

Auf der anderen Seite waren die Eisernen zumindest anfangs noch bemüht, den Schaden irgendwie in Grenzen zu halten, Sorgenfalten konnten die Köpenicker den Hausherren aber offensiv wie defensiv zu keiner Sekunde auf die Stirn treiben.

Stattdessen herrschte in Ost-Berlin weiterhin Tag der offenen Tür. Im vierten Liga-Saisonspiel kassierten die Unioner zum vierten Mal mindestens drei Gegentore. Selbst im DFB-Pokal durfte Braunschweig zweimal jubeln.

Und der Rekordmeister war noch nicht fertig: Kurz nach dem Seitenwechsel veredelte Kane eine Olise-Flanke von rechts per Kopf zu seinem 101. Meisterstück und dem 4:0 (54.), ehe Ismael Saibari ohne große Gegenwehr der FCU-Hintermannschaft das Fünfte nachlegte (70.).

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Union zerfiel daraufhin. Erst durfte Olise nach einem punktgenauen Bischof-Pass aus der eigenen Hälfte das halbe Dutzend vollmachen (73.), drei Minuten später stellte der Franzose mit dem nächsten Kunstschuss auch noch auf 7:0. Dabei beließ es das wenig gnädige Star-Ensemble von der Säbener Straße dann.

Statistik zum Bundesligaspiel zwischen dem FC Bayern und Union Berlin

4. Spieltag

Bayern München - 1. FC Union Berlin 7:0 (3:0)

Bayern München: Neuer - Stanisic, Upamecano (46. Minjae Kim), Tah, Davies (83. Brown) - Kimmich, Pavlovic (63. Bischof) - Olise, Musiala, Luis Díaz (63. Saibari) - Kane (77. Gnabry)

1. FC Union Berlin: Rönnow - Trimmel (71. Van Den Bosch), Querfeld, Uduokhai, Rothe - Haberer (60. Kemlein), Khedira, Aebischer - Jeong (60. Burcu), Latte Lath (46. Skarke), Schäfer (82. Köhn)

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen)

Zuschauer: 75.000

Tore: 1:0 Musiala (18.), 2:0 Kane (39./Foulelfmeter), 3:0 Olise (43.), 4:0 Kane (54.), 5:0 Saibari (70.), 6:0 Olise (73.), 7:0 Olise (76.)

Gelbe Karten: Upamecano (2) / Uduokhai (3), Khedira (1), Burcu (1)

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 4 14:2 10
2 SC Freiburg 3 10:1 9
3 Borussia Dortmund 3 8:2 9
4 FC Augsburg 3 9:3 7
5 RB Leipzig 3 9:3 6
6 SV 07 Elversberg 3 8:7 6
7 Bayer 04 Leverkusen 3 8:5 4
8 1. FSV Mainz 05 3 6:3 4
9 Eintracht Frankfurt 3 7:8 4
10 SV Werder Bremen 3 5:6 4
11 FC Schalke 04 3 3:4 4
12 1. FC Köln 3 5:7 4
13 TSG 1899 Hoffenheim 3 6:7 3
14 VfB Stuttgart 3 6:8 3
15 SC Paderborn 07 3 0:4 1
16 1. FC Union Berlin 4 4:17 1
17 Borussia Mönchengladbach 3 3:12 0
18 Hamburger SV 3 0:12 0

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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