Neuer-Drama beim FC Bayern: Effenberg wird deutlich, Freude über "FC Hollywood"

München - Der frühere Bayern-Kapitän Stefan Effenberg (54) hat Manuel Neuer (36) nach dessen aufsehenerregenden Interview-Aussagen Undankbarkeit vorgeworfen.

Stefan Effenberg (54) war während seiner aktiven Karriere Kapitän beim FC Bayern.
Stefan Effenberg (54) war während seiner aktiven Karriere Kapitän beim FC Bayern.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Ich glaube, dass es in Zukunft eher darauf hinauslaufen wird, dass sie (der FC Bayern) mit Yann Sommer in die neue Saison gehen", sagte der 54-Jährige am Sonntag im Sport1-"Doppelpass".

Es dürfe nicht vergessen werden, "was der FC Bayern für ihn gemacht hat". Er habe in "keinem Satz" von Neuer "Dankbarkeit" herausgelesen.

Neuer, der etwa wegen Fußbrüchen 2017 und 2018 lange ausfiel, hatte im Interview der "Süddeutschen Zeitung" und von "The Athletic" die Club-Führung des Rekordmeisters für die Trennung von Torwarttrainer Toni Tapalovic (42) verbal angegriffen.

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Das sei "das Krasseste" gewesen, was er in seiner Karriere erlebt habe, sagte der mit einem Beinbruch noch lange fehlende Neuer. "Für mich war das ein Schlag, als ich bereits am Boden lag. Ich hatte das Gefühl, mir wird mein Herz rausgerissen."

Bayern-Chef Oliver Kahn (53) kündigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur "deutliche Gespräche" mit Neuer an und führte Punkte an, die den selbst erklärten "Teamplayer" Neuer in eine Ego-Ecke stellen.

Was dieser im Zusammenhang mit der Freistellung von Torwarttrainer Toni Tapalovic gesagt habe, werde "weder ihm als Kapitän noch den Werten des FC Bayern gerecht", sagte Kahn: "Zudem kommen seine Aussagen zur Unzeit, weil wir vor ganz wichtigen Spielen stehen." In gut einer Woche steht die Champions-League-Kraftprobe mit Paris Saint-Germain an.

Huub Stevens: "Sind froh, dass endlich mal wieder etwas vom FC Hollywood kommt"

Huub Stevens (69) hält die Aussagen von Manuel Neuer ebenfalls für unangebracht.
Huub Stevens (69) hält die Aussagen von Manuel Neuer ebenfalls für unangebracht.  © Guido Kirchner/dpa

Der frühere Bundesliga-Trainer Huub Stevens (69) kritisierte, Neuer als Kapitän "hätte das intern lösen müssen mit den Verantwortlichen. Bayern München ist ein Team, dann kannst du das nicht rausbringen."

Natürlich "sind wir froh, dass endlich mal wieder etwas vom FC Hollywood kommt, aber nein, das darfst du so nicht bringen, sicher nicht als Kapitän. Er ist das Vorbild auch für die Jugendlichen", sagte der einstige Trainer unter anderem von Schalke 04.

Wie finden Neuer und der FC Bayern wieder zusammen? Nach den wortgewaltigen Neuer-Aussagen und einer umgehenden Maßregelung durch Kahn ist das die große Zukunftsfrage.

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Wie die, ob Neuer sich nach seinem Beinbruch überhaupt wieder in Topform zurückmelden kann.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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